Art in Arth, eine neue Ausstellung in der Galerie Meier: Die beiden Künstler Erich Sahli (links) und Alban Allegro gesellen sich zu den bemalten, in sich verschlungenen Holzskulpturen Sahlis. Bild Désirée Schibig
Art in Arth, eine neue Ausstellung in der Galerie Meier: Die beiden Künstler Erich Sahli (links) und Alban Allegro gesellen sich zu den bemalten, in sich verschlungenen Holzskulpturen Sahlis. Bild Désirée Schibig

Kunst & Design

Zwei unterschiedliche Künstler

Am Wochenende lud die Galerie Meier in Arth zur Herbstausstellung. Erich Sahli aus Gersau und Alban Allegro aus Sion zeigen durchwegs gelungene Bilder und Skulpturen. Eine inspirierende und vielseitige Kunstschau.

Beide Künstler sind in der Kunstszene ein Begriff, und beide haben schon in der Galerie Meier ausgestellt. Heuer stellen sie zum ersten Mal gemeinsam aus. Die Unterschiede in Form, Technik und Ausdruck sind augenfällig und durchaus reizvoll. Zwei unterschiedliche Persönlichkeiten, zwei erfahrene und ausdrucksstarke Künstler, die sich und ihren unverkennbaren Stil gefunden haben.

Erich Sahlis Grazien

Der Zeichner, Maler und Bildhauer Erich Sahli ist 1939 in Zürich geboren. Er lebt und arbeitet als freischaffender Künstler in Zürich und Gersau. In seinemAtelier in Gersau entstehen vor allem die Skulpturen, in Zürich die Bilder, wobei sich sein zeichnerisches und plastisches Schaffen nicht trennen lassen. So haben seine Bilder oft eine Art Sockel und stossen in die Tiefe, wirken wie modelliert. Sahlis Skulpturen dagegen sind bemalte, in sich verschlungene Figuren und Glieder, die wie vieldimensionale plastische Bilder wirken. In den letzten paar Jahren setzte sich Sahli intensiv mit den «Drei Grazien», einemThema aus der griechischen Mythologie, auseinander.

Bilder ohne Grenzen

Alban Allegro ist 1957 imWallis geboren, studierte und lebte während 25 Jahren in Italien. Heute lebt er in Sion. Seine Werke haben im In- undAusland schon grosse Anerkennung gefunden. Die Zeit in Italien hat diesen Künstler und sein Werk stark geprägt. So wirken die meist grossformatigen Bilder des Wallisers wie aus dem Mittelalter in die Moderne katapultierte Fresken. Er malt Acryl auf Leinwand, verwendet dabei matte und zarte Farbtöne, die er pulverisiert zusammenmischt. Seine Bilder sind weit ausufernde innere Landschaften des Menschen. Sie erzählen fragmentarische Geschichten mit minimalisierten menschlichen Figuren und mythischen Tieren. Ohne eigentliches Bildzentrum öffnet sich der Blick des Betrachters und wandert mit in eine mystische Welt grenzenloser Gedanken. DieAusstellung kann noch bis am 3. November, von Dienstag- bis Freitagnachmittag und am Samstag von 10.00 bis 16.00 Uhr, besucht werden.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

15.10.2012

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schwyzkultur.ch/qJLf5q