Fantastisch: Carlo Pizzichini vor seinem «Migrazione di segni». Bild Goggin
Fantastisch: Carlo Pizzichini vor seinem «Migrazione di segni». Bild Goggin

Kunst & Design

Zwischen Wucherung und Zusammenschluss

Erneut zeigt der Italiener Carlo Pizzichini fantastische Werke in der Galerie Meier in Arth. Die insgesamt 57 Exponate wurden am Wochenende von vielen Besuchern bewundert.

Gleich nach dem Eingang hängt das riesige Quadrat «Racconto a memoria». Ein paar Schritte weiter die runde Welt «Un mondo tutto mio». Oder in Gelb quadratisch «Presto – Molto», in derselben Farbe, sehr gross «Laudate et Benedicete». Weiss und rot fasziniert «La caduta degli angeli ribelli». Im Obergeschoss ein Bild der Herkunft von Carlo Pizzichini «Terra di Siena». Und da sind tolle Keramikteller und herrliche Kugeln aus diesem Material.

Professor in Sardinien

Er schafft auch vermehrt in Ton und Bronze. Derzeit arbeitet der sehr fröhliche Mann als Professor an der Kunstakademie in Sardinien. Zu seiner Freude schloss kürzlich eine seiner Schülerinnen ihre Ausbildung mit einem Bild als Beste ab. Pizzichini mag es sehr, mit diversen Materialien umzugehen.Wie er erklärte, ist Keramik immer für eine Überraschung gut. «Schauen Sie das Werk ‹Mondi lontanissimi› an. Die Kugel war rosa, und nachdem sie aus dem Ofen kam blau.» Der 1962 Geborene hatte in Siena und in Florenz Kunst studiert, seine diesbezügliche Laufbahn ist gekrönt von Auszeichnungen und Ausstellungen weltweit.

Buch erschienen

Jetzt ist auch sein Buch, sein umfangreiches Werk der letzten 30 Jahre, erschienen. Da ist ein Spiel mit der Spannung zwischen Wucherung und Zusammenschluss, Erstere bestimmt durch den Rhythmus entlang der Leinwandoberfläche, durch Malerei aus unexistenten, miteinander verflochtenen, verknoteten Zeichen. Diese entstehen, vervielfältigen sich, finden eine ganz bestimmte Anordnung. Er erfindet die Welt der Farben, visueller Musik, mit Unterbrechungen oder Verdichtungen.

Die Ausstellung dauert bis zum 9. April,
Di–Fr 10.00–12.00 Uhr, 14.00–18.00 Uhr,
Sa 10.00–16.00 Uhr.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

14.03.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/Kc6LYY