Dani Häusler mit Klarinette (links hinten), Cellist Severin Suter (rechts hinten) und Organistin Maryna Burch-Petrychenko (im Vordergrund) musizierten auf der Empore der Arther Pfarrkirche. Bild: Melanie Schnider
Dani Häusler mit Klarinette (links hinten), Cellist Severin Suter (rechts hinten) und Organistin Maryna Burch-Petrychenko (im Vordergrund) musizierten auf der Empore der Arther Pfarrkirche. Bild: Melanie Schnider

Musik

Neujahrskonzert mit «unsichtbaren» Musikern

Zum Neujahrstag musizierte das Trio BergMusik in der Pfarrkirche und begeisterte mit einer verblüffenden Besonderheit das grosse Publikum.

Am Nachmittag von Neujahr wurde die Arther Pfarrkirche mit fantastischen Klängen erfüllt. Doch wo waren die Musiker? Diese konnte niemand sehen, denn Cellist Severin Suter, Organistin Maryna Burch-Petrychenko und Klarinettist Dani Häusler sassen auf der Empore und konzertierten von dort. «Wir sitzen hier oben wegen der Orgel », erklärte Suter. «Sässen Dani und ich unten, würde die musikalische Kommunikation mit der Kirchenorgel nicht richtig klappen. Die Distanz wäre zu gross.» Schmunzelnd fügte der Cellist an: «Natürlich hat es auch seinen Reiz, einfach mal zuzuhören. Und ich bin weniger nervös, wenn ich das Publikum nicht sehe.»


Volksmusik und Orgelklänge harmonierten miteinander


Um 15 Uhr begann das bis anhin noch unbekannte Programm. Als die erste Melodie einer Mazurka erklang, drehten sich einige aus dem Publikum um und blickten überrascht zur Empore hoch. Die Akustik in der Kirche war einmalig. Dani Häusler kündete die einzelnen Kompositionen jeweils an. «Jedes Stück ist eine Perle für sich», sagte er, und das Trio stimmte zum «Rosenblütenwalzer » aus der Hanny-Christen-Sammlung an. Tänzerische, volksmusikalische Leichtigkeit füllte den Kirchenraum. Darauf folgten «Wetterfühlig» und «Wettertanne», zwei selbst komponierte Stücke von Häusler. Dunklere, andächtige Klangfarben wurden angeschlagen. Orgel, Klarinette und Cello verschmolzen musikalisch perfekt. «Mit unserem Bergmusikprogramm wollen wir Volksmusik und Orgel miteinander verbinden», erläuterte Häusler.


Standing Ovations nach einer Komposition eines Arthers


Weitere Stücke folgten, wie beispielsweise Hans Muffs Mazurka «Schööön», welche tatsächlich mit drei «ö» geschrieben wird. Das Konzert endete mit «De Pumuckl-Schottisch» vom Arther Urs Brühlmann. Dann erhoben sich die vielen Zuhörerinnen und Zuhörer, drehten sich begeistert zur Empore um und applaudierten voller Anerkennung den Musikern.


Bote der Urschweiz / Melanie Schnider

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

03.01.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/nLuBwm