Frauenpower: Als Jodelstimme und Ansagerin beherrschte Melanie Oesch die Bühne, gesanglich unterstützt von Mutter Annemarie. Bild Patrick Kenel
Frauenpower: Als Jodelstimme und Ansagerin beherrschte Melanie Oesch die Bühne, gesanglich unterstützt von Mutter Annemarie. Bild Patrick Kenel

Musik

Schlager-Stimmung im Theatersaal

Die «Jodeltherapie» sorgte für ausgelassene Stimmung im Theater Arth. «Oesch’s die Dritten» trumpften mit ihrem volkstümlichem Schlager auf.

Wenige Sitzplätze blieben leer, als «Oesch’s die Dritten» am Freitagabend im Theater Arth gastierten. Einige Fanclubmitglieder in roten Hemden sassen in den vordersten Reihen und trugen mit dem Schwenken von Stofftüchern zur Stimmung bei. Den Auftakt machte einer der bekanntesten volkstümlichen Schlager im Repertoire: «Jodlermeitschi und Älplerbueb». Die Familienband aus dem Berner Oberland setzt sich neben «Jodlermeitschi» Melanie Oesch aus ihren Eltern und Brüdern zusammen. Mit von der Partie ist seit einiger Zeit auch der neue Akkordeonist, Urs Meier aus Einsiedeln.

Recht bunter Melodienmix

Im Konzert kamen Lieder sowie Instrumentalstücke aus bereits sieben Alben vor, ein entsprechend vielseitiges Repertoire. Wie in der Rock-’n’- Roll-Version von «Es Märli», ursprünglich von Vreni Pfyl und Martheli Mumenthaler, greifen «Oesch’s die Dritten» oft auf ältere Vorbilder zurück, zudem «Jodeltherapie», «Jodelsprache» und andere mit schnellen Jodlern gespickte Schlager. Nachdem schweizerische und österreichische Volksmusik im ersten Teil dominiert hatten, ging das Sextett nach der Pause auf Reisen in ferne Länder und interpretierte deren Melodien: etwas Südsee, etwas Südamerika, etwas Kanada sowie die «Blues Brothers» aus New Orleans.

Publikumsnähe gezeigt

Als die Technik die Musikgruppe kurzzeitig im Stich gelassen hatte, war Hansueli Oesch mit einem Witz zur Stelle. Man wusste auch, was das Publikum erwartet: Für ein Geburtstagskind gabs passenderweise «Ich schenk dir einen Jodler» und für das restliche Publikum nach dem «Ku-Ku-Jodel» gleich mehrere Zugaben. Der lange Applaus, von einem eifrigen Fan mit Glockengebimmel noch übertönt, war nicht vergebens: Zum Schluss haben Schnelljodlerin Melanie und ihr Vater Hansueli am Schwyzerörgeli sich einmal mehr zu einem rasanten Tempo gesteigert.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

29.04.2013

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