Viel Hintergrundwissen über Goldau vermittelt: Der ehemalige Lehrer Markus Hürlimann brachte die Teilnehmenden dazu, Goldau unter anderen Blickwinkeln zu entdecken. Bild Ruth Auf der Maur
Viel Hintergrundwissen über Goldau vermittelt: Der ehemalige Lehrer Markus Hürlimann brachte die Teilnehmenden dazu, Goldau unter anderen Blickwinkeln zu entdecken. Bild Ruth Auf der Maur

Volkskultur

Goldau und Arth spazierend entdecken

Am Samstagnachmittag lud die Gemeinde Arth-Goldau zur Neueröffnung der Kulturspur-Wege in der Umgebung ein. Die vielen Spazierfreudigen erkundeten Goldau und Arth in je zwei Gruppen unter fachkundiger Führung.

Bei der Pfarrkirche trafen sich die Teilnehmer aus Goldau, auf dem Parkplatz Hofmatt diejenigen aus Arth. An beiden Orten wurden die Anwesenden in zwei Gruppen aufgeteilt. In Goldau erkundete eine Gruppe unter der Führung von Roland Marty das «Oberdorf», die andere unter Markus Hürlimann das restliche Eisenbahnerdorf. Letztere Gruppe startete beim früheren Zentrum von Goldau, bei und rund um die Herz-Jesu- Kirche. Einige alte Häuser in diesem Zentrum sind das Pfrundhaus, das Restaurant Bauernhof, das Haus Erika oder das Hotel Rössli. Das Restaurant Bauernhof stammt gar als einziges Haus aus der Zeit vor dem Bergsturz, alle anderen mussten danach wieder erbaut werden.

Bergsturz ist allgegenwärtig

Schon bald wurde bei der Führung unter Hürlimann klar, wie einschneidend das Ereignis des Bergsturzes den Ort Goldau geprägt hat und auch noch heute beeinflusst. Nimmt man nur mal die zahlreichen Weiher, die sich in Goldau aufgrund der veränderten Landschaft nach dem Bergsturz gebildet haben. Ein bekanntes Gewässer ist der schöne Blauweiher im Goldauer Tierpark. Leider sind einige davon wegen Überbauungen nicht mehr vorhanden. Zu erwähnen ist auch die nicht immer einfache Bautätigkeit aufgrund der entstandenen Landschaft, die auch heute noch manchen Bauherren in Goldau Mehraufwand beschert.

Apéro im Kirsch Fassbind

Der angenehme Spaziergang führte bei trockenem Wetter, sogar mit einigen Sonnenstrahlen, auf dem Tramweg Richtung Oberarth. Hier durften noch die blühenden Obstbäume bewundert werden. Nach einem gemütlichen Apéro konnten sich diejenigen, die noch weiteren kulturellen Wissensdurst besassen, auf einen geführten Rundgang in Oberarth machen.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

23.04.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/jqWJi8