Zigeuner und Domino in Schwyz fürs «Familienalbum» festgehalten.
Zigeuner und Domino in Schwyz fürs «Familienalbum» festgehalten.
Nach dem «Bätilütä» um 5.30 Uhr gab es auch dieses Jahr eine Tagwache in Steinen.
Nach dem «Bätilütä» um 5.30 Uhr gab es auch dieses Jahr eine Tagwache in Steinen.
Güüssä für feine Orangen: In Schwyz wurde am gestrigen Güdelmontag trotz Corona Fasnacht zelebriert. Bilder: Erhard Gick
Güüssä für feine Orangen: In Schwyz wurde am gestrigen Güdelmontag trotz Corona Fasnacht zelebriert. Bilder: Erhard Gick

Volkskultur

Auch Corona kann die Maschgraden nicht aufhalten

Güdelmontag mit vielen «wilden» Fasnachtsanlässen – meist in gesittetem Abstand – gefeiert.

Auf dem Schwyzer Hauptplatz war gestern Nachmittag Stimmung angesagt. Es gab zwar keine offizielle Fasnacht, aber was inoffiziell ablief, durfte sich trotzdem sehen lassen. Viele Dutzend Maschgraden tanzten trotz Corona den Narrentanz und verteilten Orangen und andere Süssigkeiten. Das Fasnachtsvolk verhielt sich recht geordnet und versuchte, die Abstände und Vorgaben einzuhalten. Trotzdem gab es zuweilen Szenen mit Maschgraden und Kindern zu bewundern, die von einer üblichen Fasnacht kaum abwichen. Einen grösseren fasnächtlichen Aufmarsch gab es auch in Steinen. Nebst den traditionellen Maschgraden überzeugten im Stauffacherdorf Fecker und kleine Nummern. Auch die Illgauer liessen es sich nicht nehmen und führten ihre «wilde» Sennenchilbi durch. In Brunnen blieb es, bis auf lautstarke Guuggen und eine Ussä-umä- Rott, eher ruhig.

Einer der ersten Güdelmontag-Anlässe hat gestern wohl in Steinen stattgefunden. Kurz nach dem «Bätilütä» der Steiner Kirche liessen die Maschgraden die Raketen steigen, ein grosser Knall, dann übernahmen die Tambouren das Zepter, und die Maschgraden zogen traditionell durch die Strassen und Gassen von Steinen. Das Fasnachtsvirus war gestern eindeutig stärker als das allseits verschmähte Coronavirus.  Nebst den traditionellen Maschgraden überzeugten im Stauffacherdorf Fecker und kleine Nummern. Auch die Illgauer liessen es sich nicht nehmen und führten ihre «wilde» Sennenchilbi durch. In Brunnen blieb es, bis auf lautstarke Guuggen und eine Ussä-umä-Rott, eher ruhig.

Grossaufmarsch in Steinen und Schwyz


In Steinen und Schwyz verteilten sich Dutzende, wenn nicht Hunderte Zuschauer auf dem Dorf- beziehungsweise Hauptplatz. Blätz, Hudis, Zigeuner, Bauern, Fecker oder Alte Herren gaben ihr Bestes, um das grosse Fasnachtsvolk zu unterhalten. Für die kleinen Maschgraden und Kinder gab es wie üblich Guetzli, Zältli und Orangen. Und für die Erwachsenen hatten die originellen Fasnachtsnummern wie üblich ein Schnäpsli, ein virales Wässerchen oder Käfeli bereit. Herrlich, ein bisschen Fasnachtsstimmung, die vom tristen Alltag ablenkte.

Bote der Urschweiz / Erhard Gick

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

16.02.2021

Webcode

schwyzkultur.ch/FfCLy7