Präsident Iwan Betschart bedauert, dass die Fasnachts-Sau wohl ausgegrunzt hat. Bild: Ernst Immoos
Präsident Iwan Betschart bedauert, dass die Fasnachts-Sau wohl ausgegrunzt hat. Bild: Ernst Immoos

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Volkskultur

Aus für die Negerschacher Morschach

Mit saumässig schöner Narrenzeit ist es in Morschach vorbei: Der Vorstand legte seine Ämter nieder – der Verein steht vor der Auflösung.

Seit über 100 Jahren wird in Morschach «gfasnächtlet», und zum 52. Mal stand dem bunten Fasnachtstreiben die Negerschacher- Gesellschaft mit Erfolg vor. Nun warfen auch die Fasnachtsretter – die Gesellschaft stand schon einmal vor dem Aus – das Handtuch, und das wenige Tage vor der Generalversammlung. Bis anhin gehörten dem Verein neun Präsidenten und 26 Negusse an. Nun kam es zu einer faustdicken Überraschung: Unter dem Titel «Ein Kapitel geht zu Ende» teilt der Vorstand der Negerschacher der Bevölkerung mit, dass das Vorstands-Quartett mit Präsident Iwan Betschart, Edi Waldis, Silvia Heinzer und Beatrice Betschart seine Ämter abgebe und der Verein sich auflöse.


Suche nach weiteren Vorstandsmitgliedern erfolglos


Dazu Präsident Betschart: «Ohne weitere Vorstandsmitglieder und ohne Negusfamilie fehlt uns einfach die Motivation, die Morschacher Fasnacht weiterzuführen. » Trotz intensiven Bemühungen stellte sich niemand zur Verfügung. Zu viel Aufwand oder zu grosse Vereinsbindung hatten mögliche Anwärter befürchtet. Der bisherige Vorstand hat noch ein wenig Hoffnung: «Falls eine Gruppe Interesse daran hat, die Fasnacht weiterzuführen, stellen wir unser fertiges und funktionierendes Konzept zur Verfügung und würden beratend zur Seite stehen.» Finanziell hinterlässt die Gesellschaft keine roten Zahlen. Im Gegenteil. Auf der hohen Kante liegen 2500 Franken. Laut Statuten fallen diese bei einer Auflösung der Gemeinde Morschach zu.


Bote der Urschweiz / Ernst Immoos

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste
  • Dies & Das

Publiziert am

07.11.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/xSkp53