Die Malerin Rita Vansteenlandt: Momentan arbeitet sie an einem grossen Gemälde der Mythen. Bild: Josias Clavadetscher
Die Malerin Rita Vansteenlandt: Momentan arbeitet sie an einem grossen Gemälde der Mythen. Bild: Josias Clavadetscher

Kunst & Design

Belgierin hält den Talkessel fest

Auf einem Spaziergang in der Region trifft man plötzlich auf sie. Die belgische Künstlerin Rita Vansteenlandt, welche die Landschaft um den Vierwaldstättersee bildlich festhält.

Auf der Terrasse des Grand Palais in Brunnen, am Seeufer in Gersau, am Waldrand auf dem Gütsch ob Brunnen. Eine grosse Staffelei, ein kleiner Tisch, der als breite Palette für all die Farben, Pinsel und das Leinöl dient. Und vor allem ein grosses Bild, das Rita Vansteenlandt gerade in Arbeit hat.

Von der Restauraotin zur freien Künstlerin


Sie wohnt in Veurne, im Nordwesten von Belgien. An Kunstschulen und Akademien aus- und immer wieder weitergebildet, mit dem Master an der Kunsthochschule abgeschlossen, war sie zuerst als Restauratorin tätig und hat sich dann immer mehr dem freien Malen verschrieben. Veurne liegt am Meer. So ist es logisch, dass die See, die Strände, dieses Spiel der Brandung mit dem Sand, des Wassers mit dem Licht sie thematisch faszinieren mussten. Und dann hat Rita Vansteenlandt vor einigen Jahren die Landschaft am Vierwaldstättersee entdeckt. Ein krasser Gegensatz zum topfebenen Belgien, diese Berge und Felsen.

Das Motiv ist immer die Landschaft


Ein erstes Mal war sie 2005 hier. Als Resultat hat dann eine Ausstellung im Grand Palais in Brunnen eindrücklich bewiesen, wie sie die Innerschweizer Landschaft mit ihren Gipfeln, Wäldern und dem See verinnerlicht. Jetzt ist sie wieder hier, bis Ende August, und malt. Immer «en plain air», wie sie sagt. Vom Fotografieren vor Ort, von Skizzen und dann der Arbeit im Atelier hält sie offenbar nicht viel. Sie will im Freien arbeiten. Wenn das Wetter nicht mitspielt, dann werden eben Ausflüge unternommen. In die Museen und Dörfer. So letztes Jahr an die Turner-Ausstellung in Luzern, von der sie noch immer schwärmt. Entstanden sind bis jetzt schon zahlreiche Gemälde. Rita Vansteenstadt liebt das grosse Format, sie malt fast ausschliesslich in Öl auf Leinwand. Ein Bild kann da schon mal bis zu zwei Meter breit sein. Nur wenige Arbeiten von ihr sind in Mischtechnik auf Japanpapier entstanden. Das Motiv ist immer die Landschaft. Der Vierwaldstättersee in seinen sich wandelnden Farben, die Berge gegenüber von Gersau, das gewaltige Panorama des Urnersees, der Niederbauen, der markante Gitschen, der Schnee in der Ferne, das Rütli, der Blick auf Seelisberg.

Regelmässige Ausstellungen


Rita Vansteenlandt malt das, was sie entdeckt und fühlt, dem Impressionismus verpflichtet. Vansteenlandt stellt regelmässig in professionellen Galerien aus. In Belgien, den Niederlanden, in Deutschland und auch in Paris. Die Bilder, welche jetzt in unserer Region entstehen, werden dann nächstes Jahr vom 15. August bis am 10. September 2021 im Hauptsitz der Kantonalbank in Schwyz ausgestellt, wie die Malerin erklärt. Vorläufig aber wird noch gemalt, einiges ist noch im Entstehen. Wer Rita Vansteenlandt bei ihrer Arbeit antrifft, der darf ruhig mit ihr einige Worte wechseln. Sie gewährt gerne einen Blick in ihre Arbeit und erklärt begeistert, mit charmantem Lachen, was sie an unserer Landschaft so fasziniert.

Bote der Urschweiz / Josias Clavadetscher / skp

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

23.07.2020

Webcode

schwyzkultur.ch/MjvHj7