Gruppenbild mit Autor: Die Theaterleute Brunnen konnten bei ihrer Aufführung am Samstag den Stückautoren Joachim Heyna (vorne links) aus dem deutschen Kerpen auf der Bühne begrüssen. Bild Housi Denz
Gruppenbild mit Autor: Die Theaterleute Brunnen konnten bei ihrer Aufführung am Samstag den Stückautoren Joachim Heyna (vorne links) aus dem deutschen Kerpen auf der Bühne begrüssen. Bild Housi Denz

Bühne

Der Autor zeigt sich begeistert

Grosse Ehre für die Theaterleute Brunnen. Der Autor ihres aktuellen Stücks «Eddi und die grosse Wut», Joachim Heyna, besuchte am Samstag überraschend die Aufführung.

«Ich kenne ja den Text, für mich ist es wie ein Film mit Untertiteln », erklärte der Deutsche aus Kerpen bei Köln. Schwyzerdeutsch sei für ihn schon eine Fremdsprache, aber er geniesse es, hier zu sein. Ein grosses Lob hatte Joachim Heyna für das optische Erscheinungsbild: «Das ist das beste Bühnenbild, das je für eines meiner Stücke geschaffen wurde.» Housi Denz und sein Bühnenteam nahmen das Kompliment gerne entgegen.

Details geändert

Dabei spielte es dem Theaterautoren keine Rolle, dass sich die Brunner nicht ganz an die Vorgaben gehalten haben. So steht hier etwa das Sofa rechts statt links auf der Bühne. Auch der Einfall von Regisseurin Susanne Holdener fand grosse Anerkennung. «In meiner Fassung verschwindet Sekretärin Zöpflein zwischen ihren Einsätzen immer von der Bühne.» In der Aufführung in Brunnen bleibt sie die ganze Zeit über an ihrem Schreibtisch sichtbar. «Die Idee, ihr Büro von jenem der Bauamtsleiterin abzutrennen und trotzdem sichtbar zu lassen, ist hervorragend.»

Glücklicher Zufall

Theaterstücke zu schreiben ist für Joachim Heyna eine Nebenbeschäftigung. Er hat auch schon Romane veröffentlicht. In seiner täglichen Arbeit aber ist er beim Amt für Verkehr angestellt und ist dort zuständig für die Hochseeschifffahrt. «Schreiben ist ein schöner Ausgleich zu meiner Arbeit.» Dass er zur Aufführung nach Brunnen kam, ist dem Umstand zu verdanken, dass die Neujahrsfeiertage ferientagstechnisch so gut zu liegen kamen. Die Theaterleute Brunnen ihrerseits konnten ihm freien Eintritt und Verpflegung während des Stücks offerieren, für die Anfahrt und Unterkunft kam der Autor selber auf. «Das habe ich gerne getan und ist keine Ursache.» Umso mehr als er vom Bühnenbild, der Regiearbeit und der Leistung aller Schauspieler mehr als begeistert war. «So macht es riesig Freude, zu sehen, was aus meinem Text alles entstehen kann.»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

05.01.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/pKqkrV