Das ehemalige Grandhotel Axenstein: Meinrad Inglin hat diesen Betrieb als Insider gekannt, das Hotel ist von Grossvater Ambros Eberle erbaut worden.
Das ehemalige Grandhotel Axenstein: Meinrad Inglin hat diesen Betrieb als Insider gekannt, das Hotel ist von Grossvater Ambros Eberle erbaut worden.

Bühne

Inglin-Roman auf Brunner Bühne

Zum dritten Mal eine klassische Schwyzer Theaterproduktion in Brunnen. Diesmal wird Meinrad Inglins Roman «Grand Hotel Excelsior» auf die Bühne gebracht in einer Bearbeitung von Gisela Widmer. Gespielt wird im kommenden Herbst im ehemaligen Kursaal Brunnen.

Im Tell-Gedenkjahr 2003 war es die hochinteressante Fassung von Paul Schoecks «Täll». 2007 dann wurde mit ebensolchem Erfolg «Chlaus Lymbacher» aufgeführt, das einzige dramatische Werk von Meinrad Inglin. Jetzt folgt der dritte Streich, und erneut steht die ebenso engagierte wie versierte Heidy Weber-Wiget, Seewen, hinter dem Projekt. Sie bringt als Initiantin und Produzentin Meinrad Inglins Roman «Grand Hotel Excelsior» in einer dramatischen Fassung auf die Bühne. Ein Projekt, das sie schon lange mit sich herumgetragen habe, erklärte Weber strahlend.

«Axenstein» im Roman

Inglins Hotelroman ist 1928 erschienen und brachte ihm den ersten wirklichen Erfolg in seiner Karriere. Der Roman handelt von den verschiedenen Welten, die im Grandhotel in dramatischer Spannung aufeinandertreffen, und endet in der Zerstörung des Hotels durch einen Brand. Im Roman finden sich auch autobiografische Stellen, da Inglin selber in seiner Jugend als Kellner gearbeitet hat und die Hotelwelt als Insider kannte. Im «Grand Hotel Excelsior» ist das ehemalige Grandhotel Axenstein in Morschach erkennbar, das von Inglins Grossvater Ambros Eberle erbaut wurde.

Widmer und Windlin

Die anspruchsvolle Aufgabe, den umfassenden Roman in eine dramaturgische Fassung zu bringen, hat Schriftstellerin Gisela Widmer, Luzern, übernommen. Widmer war ehemals Korrespondentin von Radio DRS in Neu-Delhi und London und ist nun seit Jahren als freie Schriftstellerin tätig. Die Regie wird wie bei den beiden bisherigen Inszenierungen Annette Windlin, Küssnacht, führen. Für die Kostüme und das Bühnenbild wird Ruth Mächler, Luzern, verantwortlich sein. Die Regie und Produktionsleitung befassen sich derzeit mit der Rekrutierung des Ensembles. Es werden rund 22 Spieler notwendig sein. Dabei können Weber und Windlin erneut auf die Bühne 66 und weitere Laiengruppen zurückgreifen. Geprobt wird das Stück im August und September, Anfang Oktober ist Premiere. Vorgesehen sind 20Aufführungen.

Ehemaliger Kursaal als Theater

Gespielt wird diesmal nicht mehr auf der Salonetage des Hotels Eden, sondern nur einen Katzensprung davon entfernt im ehemaligen Kursaal Brunnen. Diese Lokalität ist ab Juni stillgelegt. In einer ersten Phase wird der Saal für die Aufführungen umgebaut und für die Anforderungen des Schauspiels eingerichtet. Im Kursaal wird es möglich sein, dass auf mehreren Ebenen gespielt werden kann. Im Saal werden gegen 150 Zuschauer Platz haben.

Spieldaten

- 2., 6., 8., 9., 13., 15., 16., 20., 22., 23., 27., 29., 30. Oktober 2010

- 3., 5., 6., 10., 12., 13. November 2010

Spielort

Ehemaliger Kursaal
Bellevuequai
6440 Brunnen

Weitere Infos

- brunnentheater.ch
Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

27.01.2010

Webcode

www.schwyzkultur.ch/E2pmJc