Publikum wählte Märchenstar - 1
Rockten gemeinsam die Bühne: (von links) Der spanische Prinz, die Königin aus Schneewittchen, der zum Wolf verwandelte Prinz, eine Prinzessin und der Moderator der Märchenstar-Revue. Bild Christian Ballat
Rockten gemeinsam die Bühne: (von links) Der spanische Prinz, die Königin aus Schneewittchen, der zum Wolf verwandelte Prinz, eine Prinzessin und der Moderator der Märchenstar-Revue. Bild Christian Ballat

Bühne

Publikum wählte Märchenstar

Dornröschen, Aschenbrödel, Froschprinz und Co. verzaubern gemeinsam mit der «Waldstätterhof»-Küche das Publikum. «Jetzt muess de Buch wäg», «Das bisschen Haushalt» und «Griechischer Wein» heissen einige der Schlagerhits, mit denen die Figuren versuchen, bei den Gästen zu punkten. Gesucht wird der Märchenstar 2009.

Pech hat zu Beginn der Aufführung ein tschechischer Prinz, der daheim trainiert und alles gelernt hat, um sicher Märchenstar zu werden. Die Zauberfee ist über seine scheinbar arrogante Art nicht angetan und verwandelt ihn kurzerhand in einen Wolf. In dessen Haut begegnet er im Verlauf des Abends Schneewittchen, Rotkäppchen (ohne sie zu fressen) und Aschenbrödel. Allen bietet er seine Hilfe an, sodass er zum Schluss aus Dankbarkeit aller wieder zum Prinzen wird.

Keine Freude am Haushalt

«Ich bin der Märchenprinz» singt derweil ein anderer, der trotz Wachküssens bei Schneewittchen aber nicht ankommt. Sie singt nämlich «Ich will nen Cowboy als Mann». Weil das nicht gelingt, tröstet sie der König über die anfallenden Arbeiten und trällert «Das bisschen Haushalt». Eine dreiköpfige Jury bewertet die Vorträge der Märchenstars-Finalisten mehr oder weniger launisch. Wenn Aschenbrödel zum zweiten Mal «Flieg nicht so hoch, mein kleiner Freund» anstimmt, verweigern die drei gar das Zuhören. So richtig wach werden sie, als «En Kaffi mit Schnapps» angeboten wird.

Grosse Begeisterung

Das Premierenpublikum vom Mittwoch war restlos begeistert. Nicht nur die Ohrwurmmelodien hatten es ihnen angetan. Auch der Humor der Darbietung fand viel Applaus. Wo sonst ist es möglich, dass «Weisse Rosen aus Athen» plötzlich rot sind, Dornröschen auf den Froschkönig trifft und sich mehrere Prinzen und Prinzessinnen die Hand reichen? Nicht zu vergessen sind die singenden Spiegel mit der Antwort auf die Königinnenfrage: «Wer singt am besten im ganzen Land?» Neben dem kulturellen Glanzerlebnis bietet der Abend im «Waldstätterhof» auch einen kulinarischen Höhenflug an. Rotkäppchens Knuspertörtlein zum Einstieg, Verzaubertes vom Froschkönig als Hauptgang und Schneewittchens sieben süsse Versuchungen lassen den Gaumen vollends geniessen. All die verschiedenen Rollen werden von Charly und Markus Bühlmann, Ulrike J. Nieding, Ralph Vogt und Sabine Schädler hervorragendumgesetzt. Zwischen den einzelnen Auftritten stehen immer wieder Umkleideaktionen, die eindrücklichen Kostüme wurden von Elsa Bühlmann geschneidert. Christoph Gautschi am Schlagzeug und Hansjörg Römer – der auch die musikalische Leitung innehat – am Piano sorgen für begeisternde Töne. Die Produktion in Zusammenarbeit mit dem Kulturwerk von Roger Bürgler und dem «Waldstätterhof» ist einzigartig, überraschend und überzeugend.

Weitere Vorstellungen

Samstag 20.,27., 28., 29. und am 30. Dezember.

Türöffnung ist um 19.00 Uhr.

Reser­va­tion



Seehotel Waldstätterhof
Waldstätter­quai 6
CH-6440 Brunnen
041 825 06 06

www.wald­staet­terhof.ch




Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

18.12.2009

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schwyzkultur.ch/if2ta2