IVO und seine Band sorgten mit mitreissender Musik von wuchtig bis sanft und grosser Bühnenpräsenz für gute Stimmung. Bild Franz Steinegger
IVO und seine Band sorgten mit mitreissender Musik von wuchtig bis sanft und grosser Bühnenpräsenz für gute Stimmung. Bild Franz Steinegger

Bühne

Seerose zum Kochen gebracht

Der Samstagabend war ein Höhepunkt des Seerose-Programms: IVO brachte die Bühne zum Beben, sieben New Yorker Stimmenkünstler zum Brodeln.

Die 450 Plätze auf der Seerose waren schon längst ausverkauft. Wer zu spät kam, den bestrafte das Leben, denn was am Samstagabend auf der Bühne der schwimmenden Plattform beim Lido Brunnen geboten wurde, riss die Zuhörer von den Stühlen. Die Musik des Innerschweizers Ivo Sidler – er nennt sich kurz IVO – und seiner sechs Mitmusiker schwankte von sanft bis wuchtig. Das Gebotene hielt problemlos internationalen Standards stand. Und da war noch die enorme Bühnenpräsenz des Leaders, die Spielfreude, die man aus allen Bandmitgliedern heraushörte, ungewöhnliche Instrumente wie der irische Dudelsack oder das Bandoneon – das argentinische Akkordeon – ergänzten Gitarren und Schlagzeug auf erfrischende Weise. IVO, der stets gut gelaunte 44-Jährige, vermochte mit seinem engagierten Sound das Publikum von den Sitzen zu reissen.

«Dieser Platz ist definitiv einmalig»

Dann übergab er an «Naturally 7», eine New Yorker A-cappella-Band, deren Mitglieder mehrheitlich jamaikanische Wurzeln haben. «Wir haben schon auf vielen Bühnen der Welt gespielt, aber dieser Platz hier ist definitiv einmalig », rief der Leader der siebenköpfigen Band ins Publikum. Die Seerose gefiel den Profis, und sie vergolten es mit mitreissender Musik, die sie ausschliesslich mit ihren Stimmen produzierten – a cappella. Dazu kam eine witzige Performance und eine abwechslungsreiche Bühnenshow: Zu den unglaublichen Lauten, die aus Kehlen und Mündern drangen, spielten sie Luftgeige. Ricky bekam für seine «amazing streaming guitar» stehenden Applaus. Als dann noch – die bei Jamaikanern unvermeidlichen – Stücke von Bob Marley hinzukamen, gab es kein Halten mehr: Das Publikum brodelte, und die sieben Ami-Jamaikaner genossen die Sympathie sichtlich. Den Schlusspunkt setzte ein gemeinsamer Auftritt von IVOmit den «Naturally 7». Ivo Sidler war sichtlich gerührt, mit seinen langjährigen Freunden erstmals am gleichen Abend auf der gleichen Bühne aufzutreten.

Bote der Urschweiz (Franz Steinegger)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

20.07.2015

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schwyzkultur.ch/7E3YM5