Ehemaliger Luftschutzkeller im Brunner Gütsch: Die erforderlichen Finanzen für den Ausbau zu einem Dorfkeller konnten nicht vollständig gesichert werden, das Projekt wurde aufgegeben. (Archivbild)
Ehemaliger Luftschutzkeller im Brunner Gütsch: Die erforderlichen Finanzen für den Ausbau zu einem Dorfkeller konnten nicht vollständig gesichert werden, das Projekt wurde aufgegeben. (Archivbild)

Dies & Das

Dorfkeller wird nicht realisiert

Vor zwei Jahren ist die Idee für einen Dorfkeller im Brunner Gütsch lanciert worden. Weil die erforderlichen Gelder nicht vollständig beschafft und der Betrieb während der Startphase nicht gesichert werden konnte, ist das Projekt jetzt aufgegeben worden.

Der mitten in Brunnen gelegene ehemalige Luftschutzkeller im Gütsch hätte zu einem Dorfkeller ausgebaut werden sollen. Er gehört der Gemeinde Ingenbohl und hätte so einer neuen Nutzung zugeführt werden sollen. Die Idee war insofern interessant, weil damit im Zentrum von Brunnen ein alternatives Angebot hätte geschaffen werden können.

250 000 Franken erforderlich

Für die Umsetzung des Projekts ist der «Verein Dorfkeller Brunnen» gegründet worden. Er hat die Projektierung, die Umsetzung der Idee und vor allem die Finanzierung des Vorhabens an die Hand genommen. Das Konzept sah vor, dass in diesem Gewölbekeller nach einem Um- und Ausbau ein Lokal für kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen hätte realisiert werden sollen. Je nach Nutzungsart hätte der Dorfkeller bis zu 100 Personen Platz geboten. Für die Umbauten, die Einrichtung und zur Absicherung der ersten beiden Betriebsjahre wäre gemäss Finanzplanung eine Investition von rund 250 000 Franken erforderlich gewesen. Das Projekt war ambitiös, erschien damals aber als machbar. Jetzt ist das Vorhaben gescheitert. In einer ersten Phase haben mehrere Dutzend Personen, Firmen und auch einige weitere Brunner Dorfvereine Anteilscheine gezeichnet. Auch vor einem Jahr war man noch optimistisch und hat den rohen Keller an einem Tag der offenen Türe dem Publikum vorgestellt. Wie der Verein Dorfkeller Brunnen in einem Schreiben jetzt den Zeichnern der Anteilscheine mitteilt, musste der Kellerrat das Projekt nun aber aufgeben. Wie Vereinspräsident Josias Clavadetscher festhält, sind die Gründe dafür unterschiedlich, hätten sich aber kumuliert. Vor allem sei es nicht gelungen, die erforderliche Summe vollständig zu beschaffen. Die ursprünglich gut gestartete Zeichnungs- und Sammelaktion sei ins Stocken geraten. Auch habe der Vorstand mit Fortschreiten des Projekts konstantieren müssen, dass kein genügend grosses Nutzerinteresse gesichert sei, um einen nachhaltig kostendeckenden Betrieb garantieren zukönnen. Damit sei auch die Motivation der Initianten gesunken.

Kein Risiko eingehen

Von Beginn weg war dem Verein Dorfkeller als Grundsatz immer klar, dass das Projekt nur umgesetzt werden darf, wenn keine Fremdmittel aufgenommen werden müssen, der Umbau und die Einrichtung aus eigener Kraft finanziert werden können und wenn für die ersten beiden Jahre eine Durststrecke finanziell abgesichert werden kann. Aufgrund einer Lagebeurteilung war dies nicht gegeben. Der Verzicht ist nun beschlossen worden, ohne dass irgendwelche Gelder verloren gegangen sind.

Zum Thema

- 23.06.2009: Brunnen erhält Dorfkeller für Kulturbetrieb

- 07.07.2009: Zustimmung zum Dorfkeller Brunnen
Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

20.07.2011

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