Freies Areal westlich des Schützenhauses: Dieses Privatgrundstück wäre «zirkusgeeignet» und gross genug, müsste aber entwässert und geschottert werden, um daraus einen Eventplatz zu machen. (Bild: Josias Clavadetscher)
Freies Areal westlich des Schützenhauses: Dieses Privatgrundstück wäre «zirkusgeeignet» und gross genug, müsste aber entwässert und geschottert werden, um daraus einen Eventplatz zu machen. (Bild: Josias Clavadetscher)

Dies & Das

Knie-Gastspiel 2011 gesichert

War der Circus Knie vor drei Wochen zum letzten Mal in Brunnen? Die Zirkusfans können vorläufig beruhigt sein, die Gemeinde Ingenbohl hat eine Zwischenlösung getroffen. Der Knie-Tross wird auch im November 2011 wieder in Brunnen Station machen.

Als der Circus Knie nach seinem zweitägigen Gastspiel im November aus Brunnen weggezogen ist, blieb Ungewissheit zurück. Könnte dies allenfalls das letzte Gastspiel im Talkessel und im Kanton Schwyz überhaupt gewesen sein?

Platz ist viel zu eng geworden

Die Befürchtungen waren berechtigt. Der 7000 Quadratmeter grosse Gemeindeparkplatz ist viel zu eng geworden für den Zirkus-Tross. Seit Jahren kann «Knie» nur noch sein kleinstes Zelt aufbauen, das Vorzelt hat schon gar nicht mehr Platz. In den engen Verhältnissen mitten im Dorf ist auch der Auf- und Abbau jeweils ein wahres Meisterstück. Auch dieses Jahr musste der Tross mit den Wohnwagen für die 200 Mitarbeiter und Artisten wieder auf mehrere Standorte verteilt werden: Bahnhof-Areal, Parkplätze beim Schützenhaus, Föhnhafen und Strandbad Lido sowie den Campingplatz Hofpräben. Aus Sicht der Gemeinde kam wiederum dazu, dass mit dem Gastspiel des Circus Knie auf dem Gemeindeparkplatz genau diese Parkfläche fehlt, wenn Abertausende von Besuchern motorisiert nach Brunnen kommen. Gemeinsam haben die Verantwortlichen des Circus Knie und die Gemeinde schon lange versucht, Lösungen zu finden.Aktualisiert hat sich das Problem mit der Sanierung des Gemeindeparkplatzes. Ist der Platz auch im südlichen Teil einmal saniert, dürfen keine Verankerungen mehr geschlagen werden. Da die «Knies» derzeit an der Tournee-Planung für das nächste Jahr arbeiten, hat die Gemeinde Ingenbohl dieser Ungewissheit nun ein Ende gemacht und eine salomonische Zwischenlösung getroffen. Wie Gemeindepräsident Albert Auf der Maur bestätigte, ist dem Circus Knie das Gastspiel für 2011 zugesichert worden. Wo der Standort dafür sein wird, das ist allerdings noch offen. Wie Auf der Maur erklärte, stehe man in intensiven Gesprächen für eine Lösung. Im Vordergrund steht das direkt an das Schützenhaus angrenzende Areal an der äusseren Gersauerstrasse. Dieses Privatgrundstück wäre mit 8400 Quadratmetern Fläche gross genug. Allerdings müsste dasAreal entwässert oder geschottert werden, es würde ein «Eventplatz» entstehen.

Stecken Altlasten im Boden?

Allerdings steckt in diesem Areal ebenfalls ein Fragezeichen. Bis vor rund 50 Jahren hat die Gemeinde auf diesem Platz, damals weit ausserhalb des bewohnten Gebietes, Kehricht deponiert. Darum muss als Erstes untersucht werden, wie es mit dieser Altlast steht. Im neuen Gemeindebudget ist ein entsprechender Betrag für diese Untersuchung vorgesehen. Sollten dann alle Stricke reissen, so hält die Gemeinde als Notlösung immer noch den alten Standort auf Reserve. Dann würde man die restliche Sanierung des Gemeindeparkplatzes nochmals um ein Jahr verschieben, der Circus Knie würde im November 2011 nochmals am alten Standort spielen.

Weitere Infos

www.knie.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

04.12.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/ieD2ht