Heidi (Martina Grond), von links, hört Peters (Raffaela Bissig) Erzählungen zu, so auch der Alpöhi (Housi Denz) und der Handörgeler (Tobias Strub). Bild Christoph Jud
Heidi (Martina Grond), von links, hört Peters (Raffaela Bissig) Erzählungen zu, so auch der Alpöhi (Housi Denz) und der Handörgeler (Tobias Strub). Bild Christoph Jud

Dies & Das

Nichts zu lachen wegen Traumjob

Das Theater Brunnen feierte Premiere mit dem Stück «Traumjob». Acht Arbeitslose erzählen ihre Lebensgeschichte und sehnen ihren Traumjob herbei.

Das aus der ehemaligenTheatergruppe des Vereins KAB Ingenbohl-Brunnen entstandene Theater Brunnen unterhält seine Besucher dieses Jahr mit einer komisch-tragischen Geschichte. Diese entstand aus der Feder von Housi Denz – einem Mitwirkenden des Theaters Brunnen. Regie führt die in Brunnen wohnhafte Deutsche Sophie Stierle. Sie ist professionelle Theaterregisseurin und übernimmt erstmals die Verantwortung für ein Laientheater. Die Handlung spielt an der Aufführungsstätte im Betongemäuer der ehemaligen Zementfabrik. Denz schrieb seinem Theater eine reale Ortsgeschichte auf den Leib. Da das Geschehen am Ort der Aufführung stattfindet, fühlt sich der Theaterbesucher mittendrin. Der kleine Theaterraum im Kult-Turm Brunnen mit nur 50 Sitzplätzen fügt der Handlung eine spezielle Intimität bei. Die in der vordersten Reihe Sitzenden spüren den Hauch der Darsteller.

Traumjob! Alle hoffen darauf

In der Handlung ist Nova Brunnen noch immer ein Projekt. Eine neue Investorengruppe hat das Gelände übernommen und aus der ehemaligen Zementfabrik einen Schwyzer Vergnügungspark gemacht. Darin wird eine Kult-Tour angeboten. Die Handlung des Theaters findet an der ersten Station der Kult-Tour statt. Acht Menschen – alle ohne Arbeitsstelle und deshalb vom RAV vermittelt – müssen, eine Art Schneekugel-Figuren aus der Schweizer Geschichte darstellend, für die Besucher stramm stehen und Mundartlieder singen. Nach jedem solchen kurzen Einsatz haben sie Pause und dürfen den Platz nicht verlassen.

Verschiedene Charaktere

So kommt es zu Gesprächen unter den Personen mit ganz verschiedenen Charakteren und Lebensläufen. So erzählen die als Tell, Heidi, Alpöhi, Helvetia oder auch als Trachtenfrauen oder Handörgeler verkleideten Personen aus ihrem Leben, ihrem Leid und den Hoffnungen und Träumen – so auch vom erhofften Traumjob. Dabei kommt es immer wieder zu verbalen Angriffen von anderen und schnell stellt sich heraus, dass die meisten das Heu nicht aufderselben Bühne haben. Zu lachen gibts wenig – dafür viel zum Nachdenken.

Weitere Vorstellungen

Do, 27., bis So, 30. November
täglich20.00 Uhr

Reservation

www.theaterbrunnen.ch

Bote der Urschweiz / Christoph Jud

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

24.11.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/t29GXb