In neuer Pracht auf dem Kirchenhügel: Die Ingenbohler Pfarrkirche St. Leonhard hat ihr ursprüngliches Aussehen zurückerhalten. (Bild Josias Clavadetscher)
In neuer Pracht auf dem Kirchenhügel: Die Ingenbohler Pfarrkirche St. Leonhard hat ihr ursprüngliches Aussehen zurückerhalten. (Bild Josias Clavadetscher)

Dies & Das

Pfarrkirche in neuem Kleid

Die Pfarrkirche Ingenbohl ist einer vollständigen Aussenrestaurierung unterzogen worden. Dabei hat die Fassade ihr ursprüngliches frühbarockes Aussehen wieder zurückerhalten. Am 16. August findet die Einweihung statt.

Die ab 1658 erbaute und 1661 eingeweihte Pfarrkirche St. Leonhard in Ingenbohl ist aussen letztmals 1976 restauriert worden. Seither haben die Fassaden und derTurm sehr gelitten. Verputze sind abgeplatzt, es wurden Hohlstellen festgestellt, und ebenfalls hat sich bei Untersuchungen gezeigt, dass über dem Grundputz der Kirchenerweiterung von 1926 verschiedene weitere Deckputze teils unfachgemäss aufgebracht worden waren. Die nun im Abschluss stehende Sanierung hat mit diesen früheren Bausünden aufgeräumt. Die frühbarocke Pfarrkirche ist wieder in den Ursprungszustand versetzt worden. Dazu gehört besonders die Farbgebung. Bei der letzten Restaurierung von 1976 sind die Fassaden einheitlich weiss gestrichen worden. Dies hat nicht dem originalen Bild entsprochen.

Der neue Farbton ist nun leicht graubraun abgedunkelt. Dafür betonen die neu um die Fenster und Portale angebrachten hellen Lisenen die Architektur und lassen die Kirche wesentlich leichter erscheinen. Auch das Unterdach hebt sich weiss von der Fassade ab. Ebenfalls sind der Glockenturm und der kleine Dachreiter saniert worden. Überarbeitet worden ist auch das schadhafte Glockengehänge. Die Klöppel von drei Glocken wurden ersetzt. Wie das gestern zum grossen Teil bereits entfernte Baugerüst zeigt, ist die Sanierung vollauf geglückt.

Finanzierung aus eigener Kraft
Die Gesamtkosten sind mit 855 000 Franken budgetiert und von der Kirchgemeindeversammlung im letzten November bewilligt worden. Finanziert werden kann diese Investition durch die Eigenmittel der Kirchgemeinde.

Der Finanzplan sieht vor, dass die Investition im Zeitraum der nächsten fünf Jahre abgeschrieben werden kann. Die Finanzierung erfolgt also vollständig aus eigener Kraft, der Steuerfuss ist nicht betroffen. Wie Kirchenratspräsident Xaver Schnüriger bestätigte, ist die Restaurierung nicht nur terminlich, sondern auch finanziell genau nach Plan verlaufen. Es warten also keinerlei Überraschungen auf die Gemeinde. Auch liegt die Kirchgemeinde  mit dieser Sanierung ganz im mehrjährigen Programm der Anlässe: Die Pfarrkirche Ingenbohl wird im Jahre 2011 ihren 350. Geburtstag feiern können und hat sich nun schon mal darauf vorbereitet.

Einweihung am 16. August
Die in neuem Glanz erstrahlende Pfarrkirche auf dem Ingenbohler Hügel wird am Sonntag, 16. August, offiziell eingeweiht. Dabei wird der Bevölkerung Gelegenheit gegeben, die Kirchenräume zu besichtigen und zum Beispiel in den Turm zu steigen. Am gleichen Tag wird auch Martin Rohrer, bisher Küssnacht, als neuer Vikar der Kirchgemeinde eingesetzt.
Bote der Urschweiz (Josias Clavadetscher)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

30.07.2009

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schwyzkultur.ch/SvMwm1