Christian Gibbs liess Salome Pitschen freie Hand. Sie durfte für den Musikclip sogar den Song auswählen
Christian Gibbs liess Salome Pitschen freie Hand. Sie durfte für den Musikclip sogar den Song auswählen

Film

Musikvideo für Christian Gibbs gedreht

Für den New Yorker Musiker Christian Gibbs drehte Salome Pitschen ein Musikvideo – auch in Brunnen und Muotathal.

Durch den Schwyzer Filmemacher Thomas Horat («Wätterschmöcker») lernte Produzentin und Kamerafrau Salome Pitschen den Musiker Christian Gibbs kennen. «Thomas hat schon Auftritte für ihn im ‹Sedel› organisiert», sagt Pitschen. Der New Yorker Musiker Christian Gibbs kommt jedes Jahr in die Schweiz und tritt in kleineren Clubs wie etwa im «Helsinki» oder «Bogen F» in Zürich oder im «Sedel» in Luzern auf. «Ich hatte selber die Idee, ein Video mit Christian Gibbs zu machen.

Spontane Zusammenarbeit

Ich schrieb ihn an, und der Zufall wollte es, dass er gerade an einer neuen CD war, für die er natürlich gern Musikvideos hat», meint Pitschen.So habe sich spontan eine Zusammenarbeit ergeben. Salome Pitschen hatte schliesslich Wunschkonzert: Von dieser kürzlich erschienenen Scheibe «C. Gibbs sings Motherwell Johnston» durfte sie einen Song auswählen, um ein Video zu machen. Sie entschied sich für «Cordelaine», «weil mich der Song auf Anhieb berührte und gleichunter die Haut ging». Er sei lyrisch, löste bei Pitschen sofort poetische Assoziationen aus. Und er habe auch laute, kraftvolle Momente. In New York dreht Christian Gibbs ebenfalls ein Musikvideo zum Song «Unchaperoned». Dieses komme ganz anders als «Cordelaine » daher – sowohl von der Musik als auch von den Bildern. «Der Songtext von ‹Cordelaine› ist lyrisch und zum Teil auch im Englischen schwer verständlich, weil er nicht die Verstandes-, sondern die Gefühlsebene anspricht. Dies ermöglichte es mir, freie Assoziationen zu wählen», sagt Salome Pitschen zum Inhalt. «Das Element Wasser war für mich spontan im Vordergrund, deshalb entschied ich mich, am Wasser, das ja auch nicht greifbar oder fassbar ist, aber grosse Faszination ausübt, zu filmen.» Christian Gibbs reiste nach Zürich, wo an zwei Tagen rund um das Seebecken gefilmt wurde. «Später fuhren wir ins Muotatal zum Wasserfall, weil er im Song einen Wasserfall beschreibt.»

Der Alltag ist eingekehrt

Weder Song noch Video haben eine klare, in Worte ausdrückbare Aussage, wie Pitschen sagt. «Es geht um ein Lebensgefühl, um eine Sehnsucht nach einer Zeit und einem Ort, wo das Leben wundervoll, unbeschwert war. ‹Cordelaine› ist ein fiktiver Ort in den USA, wo der Musiker eine wunderbare Nacht mit seiner Geliebten verbracht hat. Jahre danach ist der Alltag eingekehrt, die Routine, und er sucht immer wieder nach Orten und Momenten in der Gegenwart, um sich daran zu erinnern oder wieder zu erleben, wie es war, als das Leben noch voller Zauber und Wunder war.»

Salome Pitschen ist Filmemacherin. Sie war unter
anderem Produzentin, Kamerafrau und Cutterin
bei «Wätterschmöcker» und «Alpsummer». Sie
lebte einige Jahre in Brunnen.

Bote der Urschweiz (Nicole Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Film

Publiziert am

13.01.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/Hp4F3j