Mitinitiantin und Förderin Heidi Weber-Wiget wird von Alvaro Schoeck ausgezeichnet. Bild: Josias Clavadetscher
Mitinitiantin und Förderin Heidi Weber-Wiget wird von Alvaro Schoeck ausgezeichnet. Bild: Josias Clavadetscher

Dies & Das

Heidi Weber wurde Schoeck-Ehrenmitglied

Brunner Festival-Verein ehrte die verdiente Initiantin und Förderin.

Eingebettet in das aktuelle Festival 2022, konnte der Verein Othmar- Schoeck-Festival eine besondere Ehrung vornehmen. Anlässlich der Generalversammlung des Trägervereins wurde Heidi Weber-Wiget, Seewen, zum ersten Ehrenmitglied ernannt. Wie Alvaro Schoeck in einer kurzen Laudatio betonte, wäre das Festival ohne Heidi Weber nämlich nie zustande gekommen. «Alle anderen haben mir abgeraten», erklärte Schoeck, sie aber habe ihn sofort unterstützt.

Es sei immer so gekommen, wie sie gewollt habe


Heidi Weber, eh schon verbunden mit der Villa Schoeck und der dort ruhenden kulturellen Geschichte, war massgeblich daran beteiligt, dass 2016 das erste Othmar-Schoeck-Festival stattfinden konnte. Sie habe auch dazu beigetragen, dass das Festival anschliessend seinen Weg gefunden habe. Heidi Weber erklärte, dass sie sicher manchmal «mit ihren Ideen genervt hat». Aber schliesslich sei es immer so gekommen, wie sie gewollt habe, was ja letztlich einer Bestätigung gleichkomme. Für die Zukunft hoffe sie, so Weber, dass das Festival weiter gedeihen werde. Dies sieht tatsächlich so aus. Nach dem Start von 2016 fanden dann 2020, 2021 und soeben 2022 bereits thematisch aufgebaute Festivals statt – immer mit Schwerpunkt in der Schoeck-Villa auf dem Gütsch in Brunnen. Getragen wird das Festival vom Verein Othmar- Schoeck-Festival, der sich vorerst auf ein Konzept über zehn Jahre ausgerichtet hat. Das aktuelle Festival zum Thema «Drama und Oper» wurde am Wochenende durchgeführt (der «Bote» berichtete). Das nächste Festival wird vom 1. bis 3. September 2023 stattfinden. Die Thematik dafür ist noch offen, «wir gehen aber mit grossen Erwartungen an die nächste Auflage», erklärte Vereinspräsident Lorenz Bösch. Im Vorstand des Trägervereins haben sich zwei Wechsel ergeben. Manuela Tomaschett, Brunnen, verantwortlich für Administration, Finanzen und Sekretariat, ist nach sieben Jahren zurückgetreten, ebenfalls Vizepräsident Res Marty, Lachen. Als Nachfolger gewählt worden sind Marion Albrecht, Brunnen, für das Sekretariat, und Jonathan Prelicz, Goldau, für den künstlerischen Bereich. Erfreulich ist, dass der Festivalbetrieb dank mehrjährigen Zusagen gesichert werden konnte. Einerseits durch die Sponsoren, anderseits durch die öffentliche Hand, Stiftungen sowie die Mitglieder und Eintritte. Der Verein erzielte letztes Jahr einen Umsatz von 133 000 Franken. Das Vermögen beträgt 15 000 Franken und lässt damit trotzdem keine grossen Sprünge zu. Wichtiger aber sei, so Präsident Bösch, dass das kleine Festival sich als Nischenprodukt und «kulturelle Perle» habe festigen können. Dies zeige nicht nur der Besuch vor Ort durch ein treues Publikum, sondern auch die hohe Zahl der Zugriffe auf die jeweils vorgenommenen Aufschaltungen im Internet.

Bote der Urschweiz / Josias Clavadetscher

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

13.09.2022

Webcode

www.schwyzkultur.ch/Q1Tsyf