Grosse Vielfalt: Fredy Wyrsch liebt seinen interessanten Beruf sehr. Bild Dominique Goggin
Grosse Vielfalt: Fredy Wyrsch liebt seinen interessanten Beruf sehr. Bild Dominique Goggin

Kunst & Design

20 000 Menschen besuchten die Galerie

In unserer heutigen «Begegnung» treffen wir Fredy Wyrsch. Er arbeitet seit Beginn als Kurator in Monica Amstads prächtiger Brunner Galerie am Leewasser. Diese feiert im April ihr zehnjähriges Bestehen.

Fredy Wyrsch war im Restaurant Kleinstadt mit fünf Geschwistern aufgewachsen. Kultur interessierte ihn schon als Kind. Sein Startengagement hatte er als Zwölfjähriger vom «Jungen Forum» im Badhüsli. «Die erste Bisa-Ausstellung, bei der ich die Ausstellungsaufsicht hatte, faszinierte mich.» Er war an Skulpturenwochen und im Verein Kultur Brunen, den er fünf Jahre präsidierte, tätig, leistete viel gemeinnützige Arbeit, lernte viele Künstler und Vernetzungen kennen. Als er hörte, dass Monica Amstad eine Galerie eröffnen werde, meldete er sein Interesse an und erhielt eine Vollanstellung.

Leute kennen lernen


«Man lernt viele Leute kennen. Ich engagiere die Künstler, besuche Ausstellungen.» Leute aus der Region wie Gielia Degonda, Norbert Stocker, Mischa Camenzind etc. waren vertreten. Als Dieter Leuenberger seine fantasiegeladenen Werke ausstellte, kam auch sein Bruder Moritz, Ex- Bundesrat. Robert André war mit «Space-Art» da, Bruno Stanek, Weltraumexperte aus Arth, hielt einen Vortrag. Mit dem Künstler Peter Haff, Zürich, kam der berühmte Harfenspieler Andreas Vollenweider. Wichtig war für Fredy Wyrsch auch Othmar Schoeck (1886–1957), Komponist aus Brunnen. «Oder Felix Donat Kyd (1793–1869), wobei ich die grafische Gestaltung ausführte und das verstorbene Paar Elisabeth und Georg Schoeck-Grüebler wichtige Dokumente und Texte lieferte. Wir hatten 85 Kunstausstellungen und 70 Veranstaltungen wie Vorträge, Tanz, Musik, Schauspiel, Videos und Kino – eine grosse Vielfalt, die mich fasziniert.»In der Galerie arbeiten drei Leute teilzeitlich.

20 000 Leute

In den vergangenen zehn Jahren kamen über 20 000 Leute, die Ausstellungen und Veranstaltungen besuchten. Die Galerie verbindet ein qualitativ hochstehendes und internationales Kunstangebot mit lokalem Interesse. Das Jahrzehnt war geprägt durch Ausstellungen internationaler Grösse, Entdeckungen aufkommender Jungkünstler, von Hommagen an unvergessliche Kunstlegenden und exklusiveEinblicke in Themenausstellungen.» Sehr arbeitsintensiv ist sein Allroundjob, vom Wischen vor der Galerie bis zu den Ausstellungsabrechnungen. Natürlich sammelt er auch selbst Kunst. Wenn der 51-Jährige frei hat, besucht er gerne Ausstellungen in der ganzen Schweiz von Künstlern, die er kennt. «Ich höre Musik aller Stilrichtungen, im Moment elektronische Musik, oder habe Auftritte als DJ. Im Winter fahre ich gerne Ski und gehe spazieren, vorzugsweise im Wald oder am Lauerzersee.

Jubiläumsfest

Am 8. bis 10. April steigt das grosse Jubiläumsfest 10 Jahre Galerie am Leewasser. Am Freitagabend, 8. April, gibt es Jazz aus Bern und elektronische Klänge mit DJ Josephine. Am Samstag, 17.00 Uhr, dann eine Gesprächsrunde, moderiert von Konrad Abegg, mit fünf Kunstschaffenden. Ab 20 Uhr sprechen Albert Auf der Maur, Gemeindepräsident, Franz-Peter Risi, Kulturbeauftragter Kanton Schwyz, Markus Riek, Vizepräsident Kulturkommission Schwyz, und Anita Chiani, Kunst Schwyz – ab 22 Uhr «Acustic Output ». Am Sonntag um 16 Uhr gibt es japanische Papierkunst, und am 17. April um 16 Uhr liest Anita Schorno aus ihrem neusten Buch «Wortmagie für Gross und Klein».

Infos

www.galerie-am-leewasser.ch



Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

08.04.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/898a5H