Die Künstlerin (Mitte) mit Franziska Amstad von der Galerie und mit Samuel Camenzind, der den Anwesenden einige Gedanken zur Ausstellung mitgab. Bild Ruth Auf der Maur
Die Künstlerin (Mitte) mit Franziska Amstad von der Galerie und mit Samuel Camenzind, der den Anwesenden einige Gedanken zur Ausstellung mitgab. Bild Ruth Auf der Maur

Kunst & Design

Den Fokus auf das Nichtsichtbare legen

Die in Brunnen aufgewachsene Künstlerin Janine Schranz eröffnete zusammen mit Familie, vielen Freunden und Interessierten ihre Ausstellung in der Galerie am Leewasser.

«All I can see is dust in my viewfinder»– kurz übersetzt: «Alles, was ich sehe, ist Staub in meinem Bildsucher» – so der Titel der Ausstellung. Die Ideen für mehrere Bilder, Objekte und eine Installation hat sie während ihrem Atelieraufenthalt in New York entwickelt, wo sie zu Beginn dieses Jahres im Rahmen des Zentralschweizer Atelierstipendiums weilte. Janine Schranz hat sich vor und während ihrer Arbeit mit dem Text «Die Vorbereitung eines Romans» von Roland Barthes auseinandergesetzt. Darin geht es nicht um den Roman selbst, sondern um die Voraussetzungen dafür, minutiös zu beschreiben, also den Akt des Aufzeichnens. In ihremWerk«studionotes» hat die Künstlerin diese Idee so umgesetzt, dass sie – fast schon einem restauratorischem Untersuch gleich – den Arbeitsraum des Ateliers mit Streiflicht analysiert, fragmentiert und fotografiert hat.

Letzte Ausstellung in der Galerie

In einem speziellen Druckverfahren wurden daraus Bilder in Weiss- und Grautönen mit Strukturen, die sich je nach Lichteinfall und Winkel verändern. Wie Janine Schranz verriet, bedeutet ihr die Ausstellung hier in Brunnen sehr viel. Jedoch sei sie vor der Vernissage sehr nervös gewesen, weil so viele Freunde und Bekannte von ihr gekommen sind. Die Ausstellung der heute in Wien lebenden Künstlerin dauert noch bis 17. Dezember und ist die letzte in der Galerie am Leewasser mit dem alten Konzept. Ab April 2017 wird in der Galerie mit www.turbine-brunnen.ch neu gestartet.

Bote der Urschweiz (Ruth Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

21.11.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/gYRfcf