Hohe Kunst: Rolf Hauenstein vor «3!» (hinten) und «St. Laurenzen». Bild Dominique Goggin
Hohe Kunst: Rolf Hauenstein vor «3!» (hinten) und «St. Laurenzen». Bild Dominique Goggin

Kunst & Design

Differenziert und sehr vielseitig

In der Brunner Galerie am Leewasser lassen sich derzeit Malerei und Radierungen des St. Gallers Rolf Hauenstein bestaunen. Der Künstler zeigt in der Einzelausstellung 30 seiner Werke.

Zuerst hiess die Galeristin Monica Amstad besonders auch aus der Ostschweiz angereiste Vernissage- Gäste willkommen. Dann erklärte Kurator Fredy Wyrsch die unter dem Titel «Planeten sind aus Stein und Stolz» ausgestellten Werke vom 1951 in Amriswil geborenen Rolf Hauenstein. Im Eingangsbereich hängen vier Bilder, sehr hübsch die Lithografie «Tischlein deck dich» mit einem Kochtopf vor farbigem Hintergrund. Im ersten Stock finden sich viele Radierungen, Collagen und Videoarbeiten hinter Glas. Sehr gediegen wirken die dieses Jahr entstandenen schwarz-weissen Linolschnitte «Das Grosse in der Kleinheit», «Himmelssprung » sowie «Schwatzendes Herz».

Mischtechnik undRadierungen

In Mischtechnik erkennt man «Drei Leben» mit einem Menschentrio. Oder da ist das «Portrait», eine Radierung, welche einen Mann von der Seite her gesehen zeigt. Leute, die Gelb- Töne lieben, dürfte «Gesicht hinter Hand» – ebenfalls eine Radierung – anziehen. Recht hat Rolf Hauenstein, wenn er nicht von gestern reden will. Sein Motto beim 15. Bild im ersten Stock heisst «Die Kunst schaut weit voraus».

Die Zunge zeigen

Im Dachgeschoss ist man schlicht überwältigt von der Farbigkeit der elf Bilder in Acryl auf Leinwand. Das neue Bild «James Joyce», eine Ode an den berühmten irischen Schriftsteller (1882–1941), dessen Erzähltechnik Bewusstseinsvorgänge und -inhalte zum Ausdruck brachte und der moderne Romane schuf.Voller Details ist «Ente essen Seele auf», und auf «Die Zunge von Lesbos» streckt eine Person diese wirklich heraus.

Slam Poet am 3. Juli

Vormerken sollte man sich Slam Poet am 3. Juli, wenn Etrit Hasler aus Texten von Rolf Hauenstein zitiert. Der Künstler ist an dem Samstag- wie auch Sonntagnachmittag, 4. Juli, von 14.00 bis 18.00 Uhr anwesend.

Die Ausstellung dauert bis zum 18. Juli und ist von Mittwoch bis Sonntag von 14.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Infos:

www.galerie-am-leewasser.ch



Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

15.06.2010

Webcode

schwyzkultur.ch/S7fk7U