Die Hasen sind nicht einfach Hasen.
Die Hasen sind nicht einfach Hasen.

Kunst & Design

Figuren und nackte Gipsfrauen

Seit Sonntag kann man in der Brunner Galerie am Leewasser die Ausstellung «Was in der Nacht geschieht, ist amTag nicht wahr» bewundern. Bernhard Annen aus Arth zeigt Werke aus diversen Materialien.

Völlig imposant sieht man im ersten Stock «Ein Bär namens Julius» aus Linde, der einem mit seinen Glasaugen aufmerksam betrachtet. Und wer sich «Bunnys Heroes» angeschaute hatte, dachte wohl, dem weissen Hasen sei eines der beiden Ohren zu Boden gefallen. Dann versammelten sich die Gäste im Dachgeschoss, wo der Kurator Fredy Wyrsch die Schau eröffnete. Er wies darauf hin, dass der 1975 in Arth geborene Bernhard Annen mit verschiedenen Materialien arbeitet. Nach der Schreinerausbildung wurde er Bildhauer, dann folgte ein Kunststudium in Liechtenstein/ Zwickau. Nach weiteren Stationen führte ihn sein Weg wieder nach Arth zurück, wo er arbeitet und lebt.

Teilweise sehr lustig

Der Kurator betonte, dass sich Annen als Bildhauer fühle. Die Ausstellung sei teils sehr lustig, wie der bereits erwähnte Bär bezeuge, aber es seien auch Werke da, die Unbehagen und Beklemmung beim Betrachter auslösen. Die Besucher standen rund um den aus 33 Teilen bestehenden riesigen «Menschenacker», aus Leichtbeton gefertigt, der wie ein grosser Teppich wirkt. Dann kam Fredy Wyrsch auf den Hasen mit dem abgeschlagenen Ohr zu sprechen. Das Tier beobachtet drei an der Wand hängende kleine Bilder. Eines zeigt den früheren Formel-1-Fahrer Niki Lauda, das zweite den ehemaligen Boxer Eventer Hollyfield und das dritte den niederländischen Maler und Grafiker Vincent van Gogh.

Beeindruckend

Tief beeindruckt beschauten die Kunstinteressierten die vielen Figuren, Köpfe, nackten Gipsfrauen und auch Zeichnungen. Der Kurator freut sich sehr, dass am Freitag, 7. Januar, in der Galerie eine Performance über Kunst und Irrtum von Erhard Sigrist stattfindet.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

14.12.2010

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schwyzkultur.ch/FfP2E5