Gemeinsame Ausstellung: Alesch Vital und Anna-Trix Zgraggen. Bild Janine Schranz
Gemeinsame Ausstellung: Alesch Vital und Anna-Trix Zgraggen. Bild Janine Schranz

Kunst & Design

Galerie am Leewasser: Humor mit Tiefsinn

Zurzeit sind in der Galerie am Leewasser die Arbeiten von Anna-Trix Zgraggen und Alesch Vital ausgestellt. Die bunten und humoristischen Werke fanden an der Vernissage grossen Anklang.

«Die beiden Künstler haben vieles gemeinsam. Sie sind landgebunden, eigenwillig und schwimmen immer mal wieder gegen den Strom», begrüsste die Galeristin Monica Amstad die zahlreich erschienenen Ausstellungsbesucher gestern zur Vernissage. «Die farbigen und humorvollenWerke passen gut in die aktuelle Jahreszeit.»

Bunte Traumbilder

Die kleinformatigen Acrylmalereien der in Steinerberg wohnhaften Künstlerin Anna-Trix Zgraggen resultierten aus ihrem letztjährigen Aufenthalt in Bahia (Brasilien). «Mein Zimmer war in der Nähe eines Strandes mit riesigen Schildkröten», erklärte sie. «Die Malereien sind nachbearbeitete Bilder, die ich in dieser Zeit dort geträumt habe.» Ihre Bilder zeichnen sich durch ihre intensive Farbgebung und reduzierte Form aus. Mit Farbstift gezeichnete kleine Punkte und Striche geben den symbolhaften Acrylmalereien einen ornamentalen Charakter. «Die Künstlerin hat schon als Pferdepflegerin, Parfumverkäuferin und vieles mehr gearbeitet, um sich am Leben zu erhalten», so Monica Amstad. «Beeindruckend ist, wie eisern sie ihrer Begabung zu malen nachgegangen ist.» Die Bilder erinnern die Galeristin auch an Vorlagen für Seidendrucke. «Dieser Einfluss kommt wohl aus der Zeit, als die Künstlerin im Textilfachbereich tätig war.» Beeinflusst wurde die Künstlerin auch durch ihre Reisen in Afrika und ihre Arbeit mit Kindern mit einer geistigen oder körperlichen Behinderung.

Eisenplastiker und Bergbauer

Alesch Vital bezeichnet sich selber als Agrarartist. Der in Dietikon aufgewachsene Künstler zog nach einem Aufenthalt in England, wo er Wohnwagen und andere Objekte zeichnete, nach Scuol. Seine Arbeiten setzen sich aus wieder verwendetem Metall zusammen. Die daraus geformten Tiere, beispielsweise «Das Elentier» oder «Der Insektenkundler», beginnen eigene Geschichten zu erzählen, ja zu leben. «Da ich mein Bauerndasein liebe, kehren die Tiermotive stets wieder», so Alesch Vital. Der naturverbundene und eigensinnige Künstler lernte sein Können in der Metallklasse an der Kunstgewerbeschule in Zürich. Kennzeichnend für sein Schaffen ist seine wiederkehrende antimilitärische und gesellschaftskritische Haltung. So engagiert er sich auch beim Roten Kreuz und fungiert als Polit-Aktivist.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

30.11.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/Ckv87N