Spuren: Julian von Euw spielt mit Licht und Bewegung. Bild Nicole Auf der Maur
Spuren: Julian von Euw spielt mit Licht und Bewegung. Bild Nicole Auf der Maur

Kunst & Design

«Jeder hat etwas Künstlerisches»

Er möchte Jugendlichen vermitteln, dass jeder eine künstlerische Ader hat. Deswegen lässt er sich zum Zeichnungslehrer ausbilden. Julian von Euw experimentiert gerne mit Transparenz, Licht und Bewegung.

Wenn Julian von Euw spricht, hört man ihm gerne zu. Er erklärt Dinge – sogar seine Kunstwerke, deren Hintergründe doch sehr komplex sind. Es ist also kein Wunder, dass der gebürtige Sattler Lehrer werden möchte – er befindet sich auf dem Weg zum Major Art Teaching. Aus diesem Grund ist er auch nach Luzern gezogen. In dieser Stadt studiert er, und in dieser Stadt lässt er sich inspirieren. Zum Beispiel abends von Lichtern in der Stadt, von Bewegung, von Lichtspuren. In der Galerie am Leewasser wird er eine Fotoarbeit ausstellen. Er hat mit einer Belichtungszeit von jeweils 30 Sekunden Bewegungen einer Lichtquelle aufgenommen. «Ich habe mit verschiedenen Lichtquellen gearbeitet, zum Beispiel mit Feuerzeugen oder LED-Lampen », sagt von Euw, «ich habe dann vor der Kamera mit der Lichtquelle einen Tanz performt oder etwas gezeichnet. » Zum Teil hat er skizziert, was er vor sich gesehen hat. In einem weiteren Schritt hat er auch Mitmenschen skizzieren lassen. Sie mussten in ihrer eigenen Wohnung die Aussicht auf die herumliegenden Häuser, Bäume und Strassen skizzieren. Herausgekommen sind dabei Fotos, die reale und selber skizzierte Lichtspuren im Dunkeln wiedergeben.

Unterschiedliche Ansichten

Julian von Euw hat die Leidenschaft zur Kunst schon früh entdeckt, seine Mutter Emmy Nussbaumer ist selber Künstlerin. Sie malt. «Ich glaube schon, dass sie stolz auf mich ist», lächelt von Euw, «auch wenn wir manchmal unterschiedliche Ansichten von Kunst haben.» Aber genau dies möchte er den Schülern auch als Lehrer weitergeben: «Jeder Mensch hat etwas Künstlerisches in sich. Jeder hat eigene Ideen und Fähigkeiten.» So gäbe es nicht nur die Malerei, sondern auch Textildesign, Fotografieren, Video oder Animation.

Die Ausstellung «Makemake1»

Vom 30. November bis 21. Dezember werden insgesamt zehn junge Künstlerinnen und Künstler in der Galerie am Leewasser und im Kult-Turm in Brunnen ihre Kunstwerke ausstellen. Die Galerie am Leewasser und derKult-Turm lassen sich mit der Ausstellung «Makemake1» zusammen auf ein Experiment ein und versuchen mit der geschaffenen Distanz eine Bewegung in die Ausstellung zu bringen.

Folgende Kunstschaffende stellen aus:

Gianluca Trifilo, Julian von Euw, Franz Urben, Benjamin Kluser, Eva Büchi, Angela Werlen, Galla Stambuk, Zahra Atifi, Eva Schuler und Linus Gemsch. Die Vernissage findet am 30. November statt. In der Galerie am Leewasser ist «Open House» von 10.00 bis 22.00 Uhr. Alle Künstler sind ab 19.00 Uhr anwesend. Der Kult- Turm Nova Brunnen ist von 19.00 bis 02.00 Uhr geöffnet. Um 22.00 Uhr findet eine Performance von Gianluca Trifilo und Franz Urben statt. Anschliessend ist DJ Robin Tune (www.robintune.com) am Zug.


Mehr Informationen unter

www.galerie-amleewasser.ch
und
www.kult-turm.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

13.11.2013

Webcode

schwyzkultur.ch/hQicE5