Lebt in Senegal: Regula Trutmann malt, was ihr im Moment wichtig erscheint.
Lebt in Senegal: Regula Trutmann malt, was ihr im Moment wichtig erscheint.

Kunst & Design

Neue Tradition des Porträtierens

Die in Senegal wohnhafte Schwyzer Künstlerin Regula Trutmann zeigt Malereien und Skulpturen in der Galerie am Leewasser in Brunnen. Das Interesse war sehr gross.

«Es braucht einfach einheimische Künstler, um die Leute zu mobilisieren», begrüsste die Galeristin Monica Amstad die zahlreich erschienenen Besucher zur Vernissage. «Regula Trutmann ist sehr bescheiden, wenn es um ihren Lebenslauf geht. Geschrieben steht: ‹Geboren 1954. Arbeitend in Afrika und der Schweiz›.» «Um mehr über sie zu erfahren, muss man etwas nachgrübeln. » Bereits 2005 stellte die Künstlerin Regula Trutmann in der Galerie am Leewasser aus. Damals widerspiegelten ihre Werke die afrikanische Farbenwelt und ihre tiefe Verwurzelung mit ihrem neuen Leben im Süden Senegals. Mit einer Sammelaktion in der Galerie am Leewasser konnte Regula Trutmann ihr Frauenprojekt «Thiobon» weiterführen.

Neue Seite von Trutmann

Die aktuelle Ausstellung zeigt eine neue Seite von Trutmann. Im ersten Stock befinden sich leichte, durchlässige Acrylmalereien auf Leinen. Die Werke zeigen zarte, latente Seelenlandschaften mit einer symbolischen Bildsprache. «Diese starke Veränderung des Malstils hat mich stark berührt», so Amstad. «Dieses flüchtige und fliegende Element ist Zeugnis eines inneren Umbruchs der Künstlerin.» Im zweiten Stock befinden sich ausdrucksstarke Porträts von Kühen, Ziegenböcken und Schafen. «Die gemalten Tiere haben eine Seele und wachsen einem ans Herz», sagte Amstad. Für grosses Aufsehen sorgten die Hühnerporträts. Die Kunstkommission des Kantons hat von dieser Serie bereits Werke gekauft. «Ich brauche die Malerei zum Überleben», erklärte Regula Trutmann. «Sie ist mein Lebenselixier und meine Energiequelle.»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

19.10.2009

Webcode

schwyzkultur.ch/W1XN7y