Franz Xaver Risi: «Die kulturelle Vielfalt in unserem Kanton hat eine Vielfalt, die einzigartig ist und auf sehr hohem Niveau steht.» Bild Christian Ballat
Franz Xaver Risi: «Die kulturelle Vielfalt in unserem Kanton hat eine Vielfalt, die einzigartig ist und auf sehr hohem Niveau steht.» Bild Christian Ballat

Kunst & Design

Risi: Nicht fokussiert auf Leuchttürme

Das kulturelle Angebot im Kanton ist sehr vielfältig und breit abgestützt. «Wir wollen uns nicht auf einzelne Leuchttürme fokussieren», sagte der Kulturbeauftragte des Kantons, Franz Xaver Risi, in seiner Festrede zum 10-Jahr-Jubiläum der Galerie am Leewasser.

Bei seinem ersten grösseren öffentlichen Auftritt, seit er vor sieben Monaten die Stelle als Kulturbeauftragter übernahm, gab Franz Xaver Risi einen Einblick in die täglichen Herausforderungen. «Ich bin nicht Dagobert Duck.» So könne er und mit ihm die Kulturkommission nicht einfach jedem Wunsch nachkommen. «Wir haben es nicht immer einfach, abzuwägen», liess er durchblicken. Aber er versuche, auf dem, was zur Verfügung steht – und dies sei nicht wenig – aufzubauen.

Einzigartige Vielfalt

Der Kanton habe kein KKL und kein Opernhaus. «Aber wir haben eine kulturelle Vielfalt, die einzigartig ist», sagte Risi weiter. «Und dieses Kulturschaffen bewegt sich auf einem sehr hohen Niveau.» Dies werde immer wieder durch Preise bestätigt, mit denen Schwyzer Kulturschaffende ausgezeichnet werden. Eines seiner grossen Anliegen sei es, dass das Bewusstsein für kulturelles Schaffen noch besser in den Menschen verankert werde. Daran müssten alle arbeiten. «Wir haben hier einen fruchtbaren Boden, auf dem gute und anerkannte Kultur wächst. Nur haben das viele noch nicht wirklich wahrgenommen.»

Nicht mehr wegzudenken

Die Galerie am Leewasser sei auch ein hervorragendes Beispiel für partnerschaftliches Kulturschaffen. Bei der Gründung vor zehn Jahren sei nicht die finanzielle Unterstützung durch den Kanton imVordergrund gestanden, sondern private Initiative, so Franz Xaver Risi. Gemeindepräsident Albert Auf der Maur lobte in seiner Grussbotschaft den aktiven Beitrag zum Kulturleben durch die Galerie. «Sie ist erst zehn Jahre alt und bereits aus dem Dorf nicht mehr wegzudenken. » Er hoffe, dass die vielfältige Welt der Kunst und Kultur an diesem Ort noch lange präsentiert werden kann. Gründerin und Initiantin Monika Amstad erhielt aus den Händen von Albert Auf der Maur die offizielle Wappenscheibe der Gemeinde, die sonst Gemeinderäten mit mindestens zehn Amtsjahren vorbehalten sei.

Kunst soll kratzen...

«Kunst soll da kratzen, wo es morgen beisst», sagte Anita Chiani als Vertreterin der kantonalen Künstlervereinigung. Genau dies präsentiere die Galerie am Leewasser seit zehn Jahren. Als sie für ihre Rede im Internet recherchierte, habe sie keine kopierbare Vorlage gefunden. «Meine Rede kommt nicht als Plagiat, sondern von Herzen.»Alles andere sei auch zu wenig für die weltweit einzigartige Galerie am Leewasser.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

11.04.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/cQ9ZmR