Boten interessante Einblicke: Japanologe Eduard Klopfenstein und Schriftkünstlerin Suishû T. Klopfenstein zu Gast in der Galerie am Leewasser. Bild Angela Zimmermann
Boten interessante Einblicke: Japanologe Eduard Klopfenstein und Schriftkünstlerin Suishû T. Klopfenstein zu Gast in der Galerie am Leewasser. Bild Angela Zimmermann

Literatur

Japanische Ästhetik begeistert

Rund 60 Interessierte aus der ganzen Schweiz folgten am Sonntagmorgen in der Galerie am Leewasser dem Vortrag über japanische Literatur von Eduard Klopfenstein.

Er ist ein grosser Kenner der japanischen Kultur und renommierter Japanologe an der Universität Zürich. Eduard Klopfenstein ist verheiratet mit der Künstlerin Suishû T. Klopfenstein-Arii, die in der Gruppenausstellung in der Galerie am Leewasser Brunnen ihre Schriftkunst zeigt.

Von japanischer Ästhetik inspiriert

«Die vier ausstellenden Künstler repräsentieren japanische Ästhetik oder scheinen davon inspiriert worden zu sein», so der Referent. Sein Vortrag sei darum eine stimmige Ergänzung, ein Ausflug in ein anderes Medium. Eduard Klopfenstein übersetzt mit grosser Leidenschaft und feinem Sprachgespür japanische Gedichte ins Deutsche. Er berichtete von seiner herausfordernden Arbeit und stellte zwei japanische Dichter in den Mittelpunkt.

Gedichte zu Strichzeichnungen

Besonders interessant waren die Gedichte von Shuntaro Tanikawa, der Gedichte zu Zeichungen von Paul Klee geschrieben hat. Zu einfachen Strichzeichnungen Klees entstanden berührendeTexte, die den Engel-Figuren Geschichte und zeitliche Dimension gaben. «Gedichte haben es schwer in unseren Breitengraden», kommentierte Eduard Klopfenstein. Seine Begeisterung für die Poesie und Lyrik wirkte ansteckend. Die Ausstellung mit Skulpturen von Jürg C. Bächtold und Heidy Wirz, Bildern von Charly Iten und Schriftkunst von Suishû T. Klopfenstein-Arii ist noch bis Sonntag, 24. November, zu sehen: Werke, jedes einzelne wie ein berührendes Gedicht.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

04.11.2013

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schwyzkultur.ch/9jdT5B