Literatur

Regen taufte Imbodens neues Buch

Die Buchtaufe von «Gipfeltreffen» von Blanca Imboden fand auf dem Urmiberg statt. Statt Sonne gab es einen Regenguss für die Besucher.

Also bei diesem Wetter würde sie nie auf den Urmiberg gehen, sagte Blanca Imboden am Donnerstagabend zu Beginn der Buchtaufe von «Gipfeltreffen », der Fortsetzung von «Wandern ist doof». Aber sie kokettierte, denn selbstverständlich ist sie dort, wo ihre Fans sind. Rund 80 Personen waren der Einladung gefolgt und sassen trotz starkem Regen dicht gedrängt unter dem Dach der Gipfelbeiz.

Eine Nichtlesung

Es sei eine sogenannte «Nichtlesung » erklärte Frank Baumann, der bewährte Interviewpartner an Blanca Imbodens Buchpräsentationen, der Mann ihrer Verlegerin Gabriella Baumann- von Arx vom Wörterseh Verlag. An der Buchtaufe war er nichts mehr als der Stichwortgeber. Ein Wort, mehr brauchte es nicht, und die Schwyzer Erfolgsautorin, die von Tele Züri auch schon die Rosamunde Pilcher vom Vierwaldstättersee genannt wurde, erzählte Anekdoten aus ihrem Schriftstellerinnenleben. Am Tag der Buchtaufe konnte sie ein Jubiläum feiern. Seit exakt zwei Jahren kann Blanca Imboden nun vom Schreiben leben.

Fortsetzung für schönes Jahr

Warum eine Fortsetzung von «Wandern ist doof»? «Weil ich ein schönes Jahr haben wollte», erzählte Blanca Imboden ihrem Publikum. Darum habe sie sich einen schönen Platz ausgesucht. Zuerst habe sie das Rütli besichtigt, fand es aber zu wenig stimmig. In der Folge entdeckte sie den Urmiberg: «Hier ist es, als würde man in einem Prospekt von Schweiz Tourismus sitzen.» Damit man sich an diesem tristen Abend den Traumort vorstellen konnte, las sie trotz «Nichtlesung» aus «Gipfeltreffen» vor. Kurz nur, doch mit Bravorufen belohnt. Da Imbodens Erfolg klar von den wiedererkennbaren Orten lebt, in denen die Geschichten spielen, erhält sie ein Sponsoring von Arosa. Dort logiert sie im Kulmhotel und erfindet eine Geschichte, die in Arosa spielen wird. Aber zuerst erscheint noch «Tim Tabak», der dritte Band der Jugendbuchreihe «Schule ist doof». So hat die Bestsellerautorin weiterhin alle Hände voll zu tun, wie gleich nach der Taufe mit dem Signieren von «Gipfeltreffen », genau da, wo das Buch auch entstanden war, nur nicht bei diesem Hudelwetter.

Bote der Urschweiz (Silvia Camenzind)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Literatur

Publiziert am

03.06.2017

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schwyzkultur.ch/qEUeCa