Hermann Fässler, Präsident der Kulturkommission des Bezirkes Schwyz (links), übergab den Preis dem Dirigenten Stefan Albrecht. Bild Silvia Camenzind
Hermann Fässler, Präsident der Kulturkommission des Bezirkes Schwyz (links), übergab den Preis dem Dirigenten Stefan Albrecht. Bild Silvia Camenzind

Musik

Anerkennungspreis für Stefan Albrecht

Drei Tage nach Graziella Contratto erhielt ein weiterer Schwyzer Dirigent einen Anerkennungspreis. Stefan Albrecht, Brunnen, wurde vom Bezirk Schwyz geehrt.

Irene May von der Kulturkommission des Bezirks Schwyz hielt am Samstag nach dem Konzert des Urschweizer Kammerensembles die Laudatio für Stefan Albrecht. Der Dirigent erhalte den Preis für sein Verdienst im musikalischen Bereich und alsWertschätzung für sein engagiertes, künstlerisches Schaffen. Sein Wirken ist vielfältig, er leitet verschiedene Orchester und Chöre und wagt sich auch immer wieder an Grossprojekte, wie beispielsweise im Jahre 2007 die Aufführung von «Elias». Albrecht sagt von sich selber, dass er keine eigentlicheVorliebe für einen Musikstil habe.

Preis seinen Chören und Orchestern gewidmet

Darum kommen mit seiner Offenheit auch immer wieder Gemeinschaftsprojekte zustande, wie in diesem Jahr jenes der Feldmusik Schwyz, zusammen mit dem Orchester Schwyz-Brunnen. «Stefan verwöhnt das musikinteressierte Publikum des Bezirks Schwyz mit wunderschönen Konzerten», erklärte Irene May. Zusätzlich gebe er vielen Sängern und Musikern im Talkessel Schwyz die Möglichkeit, unter seiner professionellen Leitung ihr Potenzial auszuschöpfen, ja manchmal sogar zu übertreffen. Stefan Albrecht, der sich sichtlich über den Preis freute, sagte in seiner Dankesrede: «Ein Dirigent kann allein nichts anfangen, das anerkennungswürdig wäre.» Darum widmete er seinen Preis all seinen Chören und Orchestern. Der Anerkennungspreis des Bezirkes Schwyz ist mit 2000 Franken dotiert.

Er kommt aus einer Musikerfamilie

Stefan Albrechts Wurzeln liegen in einer Musikerfamilie. Sein Vater Roman Albrecht gründete und dirigierte unter anderem das Urschweizer Kammerensemble. Er tat dies, um der Kammermusik in der Region den Weg aus der «camera» an die Öffentlichkeit zu ebnen. Stefan Albrechts Studium in den Fächern Orgel und Chorleitung an der damaligen Akademie für Schul- und Kirchenmusik Luzern beendete Albrecht mit dem Berufsdiplom. Nach dem daran anschliessenden Studienjahr in Wien mit den Schwerpunkten Orgel und Orchesterleitung folgte das Konzertreifediplom für Orgel, welches er bei Monika Henking an der damaligen Musikhochschule Luzern mit Auszeichnung erlangte. Dort wirkt Stefan Albrecht seit 1989 als Dozent für Partiturspiel und Dirigieren. Inzwischen ist er Professor an der Hochschule Luzern.

Breites und nachhaltiges Wirken

Die nachfolgende Aufzählung von zusätzlichen Wirkungsstätten und Tätigkeiten Stefan Albrechts muss unvollständig bleiben: Singkreis Brunnen, Orchester Brunnen, Orchester Schwyz-Brunnen, Urschweizer Kammerensemble, Kantonaldirigent der katholischen Kirchenchöre des Kantons Schwyz, Engadiner Kantorei etc. Es gehört zu den erklärten Zielen des Preisträgers, Berufsmusiker/ innen und musikalische Laien zusammenzubringen. Man könnte etwas modisch-salopp durchaus von einer idealen Win-Win-Situation sprechen, wenn man die für alle Beteiligten gewinnbringenden Seiten einer solchen künstlerischen Kollaboration betrachtet. Die vermutlich Laien in besonderem Masse eigene Begeisterungsfähigkeit und die musikalische Fachkompetenz der Profis lassen in einem Ensemble, das durchaus wörtlich als gemeinsames Unterfangen verstanden werden sollte, für alle eine gleichermassen befruchtende wie motivierende Mixtur entstehen. Mit dem Brunner Kinderchor «Allegro», den Stefan Albrecht gemeinsam mit Doris Bösch gründete, gibt er auch Kindern die Chance, durch aktives Tun zu erfahren, wie spannend es sein kann, gemeinsam auf musikalische Entdeckungsreise zu gehen. Dies alles und noch viel mehr waren für die Kulturkommission des Bezirkes Grund genug, die Person, welche auch im regionalen Musikleben derart prägende Spuren hinterlässt, zu ehren.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

19.10.2009

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schwyzkultur.ch/Snu2hX