Spritzig und fröhlich, nachdenklich und düster: Marcel Oetiker, Christian Zünd und Jonas Tauber in «Elviras Trübli». Bild Ilona Scheiber
Spritzig und fröhlich, nachdenklich und düster: Marcel Oetiker, Christian Zünd und Jonas Tauber in «Elviras Trübli». Bild Ilona Scheiber

Musik

Ausgeflipptes Handörgeli in Brunnen

Schon vor zwei Jahren durfte das Marcel Oetiker Trio sein erstes Album in «Elviras Trübli» in Brunnen präsentieren.Vergangenen Freitag begeisterte es das Publikum mit neuen, fantastischen Kompositionen vom kürzlich veröffentlichten Album «Mediaphonic Cycle».

Nach einer kurzen Begrüssung von Sylvia Schranz, Präsidentin von Kultur Brunnen, traten die drei Musiker an ihre Instrumente, um einem gespannten Publikum ihr neuestes Werk vorzuführen. Die teils schrägen, aber immer mitreissenden Klänge des Trios faszinierten von Anfang an.

Nicht nur Volkstümliches

Wer glaubte, mit dem Handörgeli könne man nur volkstümliche Tanzmusik machen, musste sich von Marcel Oetiker neu belehren lassen. Im Zusammenspiel mit Jonas Tauber am Kontrabass und Christian Zünd am Schlagzeug gelang es dem begeisterten und talentierten Musiker, eine völlig neue Welt des traditionellen Schwyzerörgelis zu erschaffen. Ihre Musik scheint nicht von dieser Welt zu sein; es bleibt einem nichts anderes übrig, als sich zurückzulehnen und die Töne auf sich wirken zu lassen. Spritzig und fröhlich, nachdenklich und düster schwebt die Musik einmal wie ein Blatt im Wind und einmal wie dichter Nebel über die Zuschauer hinweg.

PerfektesAmbiente

Perfekt zur Musik passend präsentierte sich auch «Elviras Trübli» von seiner besten Seite. Gemütliche Stimmung und warmes Ambiente empfingen einem einmal mehr. Mit einem prasselnden Feuer im Fernseher und gutem Wein auf dem Tisch vergass man schnell den ungemütlichen, kalten Herbsttag draussen und konnte die fantasievollen Stücke des Marcel Oetiker Trios voll und ganz geniessen. Natürlich liess man das Trio nicht ohne Zugabe von der Bühne. Für die drei Musiker war es ein erfolgreicher Abend, und so manchem Zuhörer hat sich eine neue Welt des Handörgelis eröffnet.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

17.10.2011

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schwyzkultur.ch/9AUn3w