Der Jodlerklub Alpenklänge Brunnen erfreute das Publikum mit schönen Naturjüüzli und Jodelliedern. Bilder Guido Bürgler
Der Jodlerklub Alpenklänge Brunnen erfreute das Publikum mit schönen Naturjüüzli und Jodelliedern. Bilder Guido Bürgler
Das Trio böSCHmidig trat in einer hierzulande ganz seltenen Besetzung auf: Doris Bösch (Geige), Marion Suter (Klavier) und Jolanda Schmidig (Akkordeon).
Das Trio böSCHmidig trat in einer hierzulande ganz seltenen Besetzung auf: Doris Bösch (Geige), Marion Suter (Klavier) und Jolanda Schmidig (Akkordeon).

Musik

Berner Gäste bei Alpenklänge-Jodlern

Am Jodlerabig des Jodlerklubs Alpenklänge wurde viel gejodelt, gejuuzt und musiziert. Auch der Humor kam nicht zu kurz. Zu Gast weilte der Jodlerklub Innertkirchen.

Die Aula in Brunnen war herbstlich geschmückt, das Bühnenbild zeigte die vertrauten Mythen. Gegen 300 Freunde des Jodelgesangs genossen amSamstagabend das abwechslungsreiche, gut ausgewogene Jodlerabig-Programm. Der Jodlerklub Alpenklänge beeindruckte einmal mehr dank der klaren, kräftigen Stimmen seiner Vorjodlerinnen Rita und Nicole Ehrler und dem satten Chorklang. Vorgetragen wurden mehrere Naturjüüzli, darunter der «Nägelibärgler », und Jodellieder wie zum Beispiel «E Chilterbueb». Vier Jahre älter als der Jodlerklub Alpenklänge ist der 1949 gegründete Jodlerklub Innertkirchen, der als Gastklub eingeladen war. Auf den ersten Blick hätte man die Berner eher für einen Obwaldner Jodlerklub gehalten, da sie nicht im Mutz auftreten, sondern in einer braunen, filigran bestickten Bluse – so wie das ennet dem Brünig in Obwalden häufig der Fall ist. Der Jodlerklub Innertkirchen ist ein reiner Männer-Jodlerklub, der trotzdem auch in hohen Tonlagenmühelos singen und juuzen kann, wie sich zeigte. Dirigiert wird der Klub von Christine Kehrli. Sie tut dies offensichtlich sehr gut, denn die vorgetragenen Jodellieder und Naturjüüzli klangen sehr harmonisch. Gesungen wurden zum Beispiel das Edi- Gasser-Lied «Bärgkristall» und der «Alphorn-Jutz». Viel Applaus gab es auch für die Solojodlerin Nicole Ehrler sowie das Jodlerduett Rita und Nicole Ehrler für die sehr schön vorgetragenen Naturjüüzli und Jodellieder. Nicht vergessen darf man Peter Achermann, der für die routinierte Begleitung an der Handorgel sorgte.

Uufwind und Huusmusig

Als Abwechslung zum Jodelgesang wurden immer wieder musikalische Einlagen geboten. So erfreute die junge einheimische Ländlerformation Uufwind das Publikum mit rassigen, sauber intonierten Tänzen, die mit drei Schwyzerörgeli und Klavier zum Besten gegeben wurden. Aron und Simone Lötscher sowie Florian und Fabian Schuler, der als Verstärkung beigezogen wurde, spielten nach demProgrammzum Tanz auf. Besondere Akzente setzte das Frauenpower- Trio böSCHmidig aus Muotathal/ Brunnen mit Doris Bösch (Geige), Jolanda Schmidig (Akkordeon) und Marion Suter (Klavier). Wurden im ersten Teil drei Tänzli ziemlich frech und ungewohnt interpretiert, folgten im zweiten Teil bekannte Melodien, die sehr schön auf traditionelle Art dargeboten wurden. Wieder ganz anders klang die Einlage der klubeigenen Huusmusig. Elf Musikantinnen und Musikanten spielten mit zum Teil selbst gebastelten Instrumenten auf. Der jüngste Musikant (Mauro Fallegger) war erst fünfjährig, der älteste (Martin Nideröst) 84-jährig. Für die humorvolle Ansage der Programmnummern sorgten die Jodler Hanspeter Suter und Odilo Gwerder. Ums leibliche Wohl der Gäste kümmerten sich die Turnerinnen des TV Brunnen.

Gesamtchor sang Jodler-Hits

Zum Abschluss des unterhaltsamen Programmes, an dem mehrere Zugaben gefordert wurden, sangen der Jodlerklub Alpenklänge, der Jodlerklub Innertkirchen und viele Delegationsteilnehmer gemeinsam die Jodellieder-Hits: «Däheim » und «Kamerade». Dirigiert wurde der Gesamtchor von Rita Ehrler.

Bote der Urschweiz (Guido Bürgler)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

12.10.2015

Webcode

schwyzkultur.ch/h8xXNE