Das Festival-Kuratorium (von links) Stefan Albrecht, Res Marty, Richard Wyrsch, Manuela Tomaschett, Franziska Amstad, Alvaro Schoeck, Graziella Contratto und Chris Walton. Bilder Jürg Auf der Maur
Das Festival-Kuratorium (von links) Stefan Albrecht, Res Marty, Richard Wyrsch, Manuela Tomaschett, Franziska Amstad, Alvaro Schoeck, Graziella Contratto und Chris Walton. Bilder Jürg Auf der Maur
Alvaro Schoeck in der Villa Ruhheim mit dem Klavier von Othmar Schoeck.
Alvaro Schoeck in der Villa Ruhheim mit dem Klavier von Othmar Schoeck.

Musik

Das Schoeck-Werk lebt neu auf

Das Werk von Othmar Schoeck und seinem Vater soll wieder breiter bekannt gemacht werden. Ein elftägiges Festival soll das ermöglichen.

Älteren Einheimischen und kulturell Interessierten sind sie ein Begriff. Doch viele Jüngere wissen nicht mehr, dass mit Othmar Schoeck einer der bedeutendsten Liederkomponisten des 19. und 20. Jahrhunderts in Brunnen lebte und von dort aus wirkte. Bereits sein Vater hatte hoch über dem heutigen Hotel Eden in der Villa Ruhheim sein Atelier eingerichtet und lebte dort seiner Leidenschaft als Landschaftsmaler nach.

Vielfältiges Programm

Die Geburtstage von Othmar Schoeck (1886–1957) und Vater Alfred Schoeck (1841–1931) bieten nun den äusseren Anlass, die Werke wiederaufleben zu lassen und einem breiten Publikum näherzubringen. Vom 1. bis am 11. September findet dazu in Brunnen ein Schoeck-Festival statt, das dank vielfältigem Programm auch weit über die Region Innerschwyz hinausstrahlen dürfte. «Wir hoffen auf ein Publikum, das nicht nur aus der Region und der Zentralschweiz, sondern auch von weiter her zu uns kommt», stellte Kuratoriums- Präsident Richard Wyrsch gestern fest. Dank dem Anlass wird auch die sonst geschlossene, noch heute privat genutzte Villa über dem Hotel Eden für Besucher geöffnet.

Offene Villa

Alvaro Schoeck, selber als Opernregisseur ganz in der Tradition der Künstlerfamilie Schoeck und einer der Verwalter des Schoeck-Nachlasses, wird selber Führungen in das Gebäude leiten und zeigen, was für Schätze hinter den Mauern verborgen sind. Sie reichen vom Atelier, das ein eigentliches Panoptikum kulturhistorischer Schätze birgt, bis zum Klavier, an dem sein Grossvater spielte und komponierte. Am Eröffnungskonzert werden Kompositionen von Schoeck aufgeführt, unter anderem auch aus dem Japanesenspiel von 1907. Daneben wird sich ein internationales Symposium um die historischen Fragen rund um Schoeck kümmern oder wird ein internationaler Wettbewerb für Liedduos ausgeschrieben. In der Villa selbst sollen Performances geboten werden. Und Graziella Contratto schliesslich widmet sich im Camerata-Schlusskonzert dem Nachkriegswerk des berühmten Brunners.

Das Kuratorium

Verantwortlich fürdas Festival ist ein neunköpfigesKuratorium unter der Führung vonRichard Wyrsch.Weitere Mitglieder sind ManuelaTomaschett, die Professoren ChrisWalton und Stefan Albrecht, JosiasClavadetscher, Heidi Weber-Wiget,Res Marty, Alvaro Schoeck, FranziskaAmstad, Graziella Contratto undals Berater Franz-Xaver Risi.

Bote der Urschweiz (Jürg Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.03.2016

Webcode

schwyzkultur.ch/BcYJHg