Dmitri Demiashkin am Klavier: Der junge russische Meister spielte in seinem Wohnort Brunnen Werke von Beethoven, Prokofjew, Ravel und Liszt mit äusserst variantenreichem Anschlag. Bild Désirée Schibig
Dmitri Demiashkin am Klavier: Der junge russische Meister spielte in seinem Wohnort Brunnen Werke von Beethoven, Prokofjew, Ravel und Liszt mit äusserst variantenreichem Anschlag. Bild Désirée Schibig

Musik

Demiashkin begeisterte in Brunnen

Der bekannte, in Brunnen wohnhafte Starpianist und Musikpädagoge Dmitri Demiashkin spielte im Theresianum Ingenbohl ein vielseitiges und anspruchsvolles Klavierrezital. Einmal mehr stellte Demiashkin sein phänomenales Talent unter Beweis.

Der russische Starpianist Dmitri Demiashkin, Klavierpädagoge in Brunnen und Preisträger bedeutender internationaler Wettbewerbe, spielte in Brunnen sein drittes Solorezital einer neu entstandenen Konzertreihe. Das Konzert vom Dienstagabend im Theresianum war gut besucht. Zur Aufführung kamen klassische Werke von Beethoven, Prokofjew, Ravel und Liszt. Wie zu Beginn des Konzertes zu erfahren war, stellte Demiashkin das Programm kurzfristig um. Als er nämlich vor zwei Wochen in der Zürcher St.-Peters- Kirche zum ersten Mal seine neue CD vorstellte, kamen vor allem die feurig-dynamischen Werke von Prokofjew und Liszt so gut an, dass er diese nun auch in Brunnen spielen wollte.

Meister seines Fachs

Demiashkins Talent zeichnet sich unter anderem durch eine schier unglaubliche Virtuosität und Intensität im Ausdruck aus. Sowohl die feurigtemporeichen Stücke wie auch die intim-gefühlvollen Lieder wie z. B. die Zugabe von Chopin – Demiashkin spielt buchstäblich auf der gesamten musikalischen Klaviatur. Viele Lieder des sehr interessanten und äusserst anspruchsvollen Programms zeugen von einer enormen Komplexität. Demiashkin besitzt die grosse Kunst, diese zu einem differenziertfeinfühligen Hörgenuss erklingen zu lassen. Schade war einzig, dass der bereits etwas in die Jahre gekommene Flügel des Konzertsaals im Theresianum mit der Subtilität von Demiashkins Spiel nicht mitzuhalten vermochte. Nach dem Konzert signierte der junge Meister seine neue CD mit ebendiesem Programm, die es nächstens im Handel zu kaufen gibt.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

08.03.2012

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