Die Band Dyse wurde bei ihrem Gig am B:Ton-Festival in Brunnen von den vielen Zuhörerinnen und Zuhörern kräftig bejubelt. Bild Raphaela Reichlin
Die Band Dyse wurde bei ihrem Gig am B:Ton-Festival in Brunnen von den vielen Zuhörerinnen und Zuhörern kräftig bejubelt. Bild Raphaela Reichlin

Musik

Grosser Andrang zum voraussichtlich letzten Tanz

Zum fünften und letzten Mal hatte man dieses Wochenende die Chance, das B:Ton-Festival in Brunnen zu besuchen. Am Freitag waren es rund 300 Gäste. Am Samstag war der Event auf dem Areal der alten Zementfabrik mit knapp 500 Besuchern ausverkauft.

Kalt, kahl, komische Gegend? Wer denkt, er findet genau das vor am B:Ton-Festival, liegt komplett falsch. Schon beim Betreten des Festgeländes auf dem Areal der ehemaligen Zementfabrik in Brunnen bemerkt man, wie viel Arbeit hinter diesem Anlass stecken muss. Viele Details machen den Event zu dem, was er ist. Und dann ist da noch dieser Beton. Überall. Aber genau das macht es aus: die Musik, die klangvoll durch die Wände des Betons hallt, die tanzenden Leute, die sich unter den Lichtkegeln zu guter Musik bewegen. Ein Erlebnis. Unter dem Motto «Save The Last Dance» wurde das Festival vielleicht zum letzten Mal durchgeführt.

Wirklich Schluss für dieses Festival?

Am Freitag heizten Carpet Town, The Lovers, Dyse, Iphaze und Markus Kenel die Bude so richtig ein. Der Samstag stand im Zeichen von elektronischer Musik. Es spielten Bikini Showers, Hyperculte, Elektro Guzzi, Luke Vibert und El Tigre Sound. Schade, dass das B:Ton-Festival und weitere Events auf dem Areal der alten Zementfabrik nicht weiterleben können. Dadurch konnten diese leer stehenden Beton-Klötze nicht nur optimal zwischengenutzt werden, sie hatten auch eine aussergewöhnliche Plattform für Kulturschaffende geboten, welche nun wohl leider verschwinden wird. Bleibt zu hoffen, dass dieses geniale Festival nächstes Jahr vielleicht doch nochmal über die Bühne gehen wird. OK-Mitglied Rahel Keller meint: «Wir werden uns nach dem Fest überlegen, ob das wirklich der allerletzte Tanz war.»

Bote der Urschweiz (Raphaela Reichlin)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

28.08.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/smrVPX