Die beiden Ausnahmekönnerinnen: Rita Ehrler (links), seit 1991 Dirigentin des Jodlerklubs Alpenklänge, und Tochter Nicole, begleitet von Peter Achermann. Bild Désirée Schibig
Die beiden Ausnahmekönnerinnen: Rita Ehrler (links), seit 1991 Dirigentin des Jodlerklubs Alpenklänge, und Tochter Nicole, begleitet von Peter Achermann. Bild Désirée Schibig

Musik

In die Herzen des Publikums gesungen

Musik, Gemütlichkeit und Humor. Der 59. Jodlerabig des Jodlerklubs Alpenklänge in der Brunner Aula war auch heuer ein gekonnt abwechslungsreicher Mix. Zu Gast waren die Emmentaler Jodler aus Konolfingen.

Den Abend in der fast voll besetzten Aula eröffneten die Gastgeber, der Jodlerklub Alpenklänge, mit dem «Däfi-Juuz». Der Familienjuuz stammt aus der Feder von Dirigentin Rita Ehrlers Grossvater. In der Folge wechselten sich traditionell währschafte und neuere Lieder ab. Wenn die Solojodlerinnen Rita und Nicole Ehrler mit ihren herausragend klaren und voluminösen Stimmen, die von den männlichen Tenören und Bässen getragen werden, singen, wird es den Volksmusikfreunden warm ums Herz, und die volle Aufmerksamkeit des Publikums ist ihnen gewiss.

Mit Schalk und Witz

Präsident Odilo Gwerder und Hanspeter Suter führten durchs Konzertprogramm. Mit viel Schalk und träfen Witzen sorgten sie für heitere Stimmung und viel Gelächter zwischen den Darbietungen. Es folgte das Büchelquartett Tällerweg aus Küssnacht und Menzingen mit einer virtuosen und kraftvollen Darbietung. Nun sang Nicole Ehrler, mit der Handorgel begleitet von Peter Achermann, «E bescheidne Traum». Es war bereits der 12. Jodlerabig der überaus talentierten Jodlerin. Mit klarer und heller Stimme sowie präziser Artikulation sang sie sich einmal mehr in die Herzen des Publikums und erntete begeisterten Applaus. Der Abend ging nun flott weiter mit der seit mehreren Jahren bekannten hauseigenen Huusmusig. Musiziert wird unter anderem mit alten Haushaltgeräten: Waschbrett, Zuberbass, Löffeli, Besenstil, Schwyzerörgeli und Chlefeli kommen da zum Einsatz.

Publikum forderte Zugaben

Vor der Pause folgte noch der erste Auftritt der bekannten Emmentaler Jodler aus Konolfingen. Unter der Leitung von Hans-Rudolf Schneider sangen sie alte und neue Lieder. Vom Stil her singen die Berner etwas langsamer und behäbiger, doch ihrAuftritt war sehr professionell und kam so gut an, dass nach jedem Auftritt vom Publikum eine Zugabe gefordert wurde. In der Pause und nach dem Jodlerabig spielte schliesslich das Echo vom Maisgold lüpfige Tänzli. Nach der Pause spielten die gleichen Formationen nochmals, und sie kamen so gut an, dass immer wieder Zugaben gefordert wurden. So zog sich dieser gemütliche Abend bei Speis und Trank bis in die späten Stunden dahin und wurde von den anwesendenVolksmusikfreunden sichtlich genossen. Der Wunsch von Dirigentin Rita Ehrler und Tochter Nicole ging somit in Erfüllung: «Wenn alles rund läuft, die Leute zufrieden ein paar schöne Stunden verbracht haben und wir uns in ihre Herzen gesungen haben, ist das unser Highlight.»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

15.10.2012

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schwyzkultur.ch/A7qZCb