Nicole Zehnder (links) und Carola Item haben viele Stunden für ihr Konzert am Klavier verbracht. Bild Sandrine Hedinger
Nicole Zehnder (links) und Carola Item haben viele Stunden für ihr Konzert am Klavier verbracht. Bild Sandrine Hedinger

Musik

Keine Lust auf «schön, dass es dich gibt»

«Unser Lied beschreibt die Welt, und wie sie heute in unseren Augen aussieht », erzählen Nicole Zehnder und Carola Item. Ihr eigenes Lied hat zum eigenen Konzert geführt. Auf ihr Gefühl war dabei Verlass.

Nicole Zehnder und Carola Item, beide im letzten Jahr der Fachmittelschule des Theresianums Ingenbohl, lachen viel, wenn sie von ihrem eigenen Lied erzählen. Zwar ist die Thematik des Songs sehr ernst, nachdenklich und tiefgründig, die Entstehungsgeschichte jedoch dominiert von Freude und Tatendrang. Die beiden haben für ihre Abschlussarbeit ein eigenes Lied geschrieben, es vertont und während eines selbst organisierten Konzerts aufgeführt. Gemeinsame Proben waren nichts Neues für die beiden Frohnaturen: «Wir singen oft in den Freistunden zusammen in einer der Koyen», berichtet Carola Item, «und wir versuchen uns auch zweistimmig.» Nicole Zehnder lacht laut: «Ja logisch, sonst ist es auch langweilig.»

Ton an Ton, Wort an Wort

Melodien, aussagekräftige Texte und verschiedene Instrumente seien wichtige Bestandteile ihres Lebens, die sie von den Eltern auf ihren Lebensweg mitbekommen haben. «Wir haben uns ergänzt: Carola schrieb die Texte, ich übernahm die Melodie», erzählt Nicole Zehnder. Von ihrem Gefühl inspiriert, fügte sich Ton an Ton und Wort an Wort. «Wir wollten zuerst ein Lied über Freundschaft schreiben, aber auf ‹du bist mir so wichtig› und ‹schön, dass es dich gibt› hatten wir keine Lust.» Die beiden zucken mit den Schultern. Deshalb dreht sich der Song nun um die Veränderung der Welt und um den Druck, den die Gesellschaft auf ihren Schultern trägt. Bereits nach einem einzigen Tag stand die Rohfassung des Liedes. «Von da an konnten wir mit den verschiedenen Stimmen experimentieren», so Carola Item. Eigentlich versteht sich der Pop-Song auch ohne Titel. «Während der Hauptprobe des Konzerts haben wir aber festgestellt, dass wir vielleicht doch einen Titel brauchen könnten und haben kurzerhand einen passenden herausgefunden», die beiden lachen wieder. «Anfangs hätten wir nicht gedacht, dass es uns so leicht fällt, gemeinsam einen Song zu schreiben », sind sie sich einig. Zwar hätten sie beide starke, aber auch unterschiedliche Charaktere, die gelegentlich zu Meinungsverschiedenheiten führen können. Doch genau das zeichnet das Ergebnis aus. «Wir haben gelernt, vorund nachzugeben und die Meinung des anderen zu akzeptieren.» Das Endresultat trug Früchte und erfüllt die beiden mit Stolz. «Die ganze Schule war an unserem Konzert und das Feedback sehr positiv», strahlt Item.

Wennschon, dann richtig

Das Konzert ist neben dem Lied der zweite Teil ihrer Arbeit. «Wir dachten: ‹Wenn wir den Song lediglich während unserer Präsentation vorführen, ist der praktische Teil der Arbeit sehr klein›», so Item. Ihre Devise: wennschon, dann richtig. Die beiden jungen Frauen meldeten sich für eines der Kulturfenster des Theresianums und begaben sich auf die Suche nach Talenten, die während ihres Konzerts ebenfalls auf der Bühne stehen wollten. Das fiel um einiges schwieriger aus als angenommen. «Die Suche nach den Teilnehmern war der schwierigste Teil unseres Projektes », schreiben die beiden denn auch in ihrer Arbeit. Sich selbst mitgezählt, fanden Item und Zehnder nach ersten Startschwierigkeiten dann doch ganze zehn Show-Nummern. Zu ihrer Freude wird das Kulturfenster in der Art und Weise, dass sich Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums und der Fachmittelschule mit Talenten melden können, auch weitergeführt, nachdem sie ihren Abschluss in den Händen haben.

«Sonst singe ich plötzlich mit»

Neben den rundum schönen Eindrücken und positiven Rückmeldungen erinnern sich Nicole Zehnder und Carola Item gerne an das reibungslose Funktionieren der Technik: «Eigentlich haben wir damit gerechnet, dass während unseres Auftritts das Mikrofon aussteigt, oder dass sonst irgendetwas passiert», Nicole Zehnder schmunzelt. «Es ist aber alles super gelaufen.» Ob sie so schnell wieder gemeinsam ein Lied komponieren, sei derzeit noch dahingestellt. Doch für beide steht fest: «Die Musik bedeutet uns wirklich viel.» Für Nicole Zehnder ist sie die Inspiration in ihrem Alltag. Für Carola Item auch gerne mal Begleitung zum Lernen. «Doch dann muss die Musik le

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

09.04.2014

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schwyzkultur.ch/dnifHj