Die Piloten machen sich bereit für den «Take Off»: Markus Janser, Roman Mühlemann, Michael Schlüssel und Edgar Steiner. Bild: Nicole Auf der Maur
Die Piloten machen sich bereit für den «Take Off»: Markus Janser, Roman Mühlemann, Michael Schlüssel und Edgar Steiner. Bild: Nicole Auf der Maur

Musik

Keine Texte, dafür mehrsprachiger Gesang

Am Samstag taufen die Jungs von Jet Lag Boys im Kult-Turm ihr erstes Album «Take Off». Nach 12 Jahren Kreativität im Proberaum und vereinzelten Konzerten möchte man vermehrt die Bühnen betreten.

Mit dieser Band kann man lachen. Jemand hat immer einen Spruch parat, niemand nimmt sich zu wichtig. Die Jet Lag Boys gibt es bereits seit dem Jahr 2007. Pro Jahr des Bestehens wurde etwa ein Konzert gespielt. «Wir treffen uns zwar regelmässig, waren aber nie fleissig mit dem Organisieren von Konzerten.» Dies soll sich nun ändern. «Wir haben jetzt auch endlich einen Tonträger vorzuweisen », sagt die Band. Sieben Songs haben Markus Janser (Gitarre, Gesang), Roman Mühlemann (Gesang, Gitarre), Michael Schlüssel (Bass, Gesang) und Edgar Steiner (Schlagzeug) in Urs Tschümperlins Studio in Goldau aufgenommen. Die Songs sind nun auf den gängigen Streaming- Plattformen erhältlich.


«Es ist eine Kunstform»


Das Spezielle an den Songs ist, dass sie keine Texte haben. «Ich singe jeweils einfach irgendwas», meint Roman Mühlemann. Manchmal in mehreren Sprachen. «Es hat uns noch niemand auf unsere Texte angesprochen», lacht die Band. Vermutlich hat es gar niemand gemerkt, dass sie irgendwelche englischen, italienischen und spanischen Worte aneinanderreiht. Roman Mühlemann tut das nämlich so geschickt, dass sich am Schluss der Zeilen die Worte reimen. «Das ist eine Kunstform», so die Band, «man könnte es auch Faulheit nennen, aber nein, es ist eine Kunstform.» Die Jet Lag Boys sind vor allem im Bereich Punk-Rock unterwegs. «Wir bezeichnen uns aber auch als verstärkte Wandergitarrenmusik», erklärt die Band. Auslöser zu den Songs gibt es, auch wenn man die einzelnen Themen nicht in Texte verpackt. In einem Song geht es um den fiktiven WhatsApp-CEO Jim Balsamico in einem konstruierten Kettenbrief. Ein anderer handelt von einer Combox-Nachricht, die fälschlicherweise bei einem der Bandmitglieder gelandet ist. Ein Mann wollte sich unbedingt mit Jeanette treffen. Zum Treffen kam es wohl nie – zu einem Song jedoch schon. Die Jet Lag Boys haben die Combox-Nachricht in ihrer Musik frei interpretiert. Spontaneität ist das Schlagwort der Jet Lag Boys. Und weiter gehts. «Tell me what I Sky, we used to looking by...» Roman Mühlemann singt. Die Band spielt. Fun-Faktor garantiert.


Bote der Urschweiz / Nicole Auf der Maur

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

05.06.2019

Webcode

schwyzkultur.ch/RS7VuM