Wunderbare Akustik im Saal: Thomas Lüthi (von links), Arne Huber und Claudio Strüby spielen im Grand Palais. Bild Tobias von Rickenbach
Wunderbare Akustik im Saal: Thomas Lüthi (von links), Arne Huber und Claudio Strüby spielen im Grand Palais. Bild Tobias von Rickenbach

Musik

Mystische und mitreissende Musik geboten

«Biwak» schlugen in Brunnen erstmals ihre Zelte auf. Es war eine seltene Gelegenheit, ein Jazz-Konzert in der Region zu erleben.

Die Veranstalter von Kultur Brunnen lockten am vergangenen Freitag zahlreiche Jazzliebhaber ins «Grand Palais», wo drei besonders begabteVertreter der Schweizer Jazzszene spielten. Das Trio «Thomas Lüthi’s Biwak» mit dem namengebenden Thomas Lüthi am Tenorsaxofon, Arne Huber am Bass und dem Lokalmatador Claudio Strüby am Schlagzeug verzauberte mit seinen Klangwelten. Diese sind stilistisch im zeitgenössischen Jazz anzusiedeln.

Nichts fehlt

Dem Trio scheint ein zusätzliches Harmonieinstrument nicht zu fehlen. Es wird eher als kreative Herausforderung verstanden, den Freiraum innerhalb ihrer Eigenkompositionen maximal auszunutzen und die Rollen zwischen Solisten und Begleitern laufend zu wechseln. Die drei Musiker formierten sich 2008 zu einer Band. Ursprünglich mit der Idee angetreten, Klassiker aus dem «Great American Songbook» zu interpretieren, war die Zusammenarbeit so fruchtbar, dass daraus kürzlich ein Album mit fast ausschliesslich eigenen statt interpretierten Stücken entstand. Diese Kompositionen von Lüthi und Huber standen im Zentrum des Konzerts.

Spannend

Doch auch Drummer Strüby setzte Akzente: Bekannt von «Rusconi», war ihm seine grosse Bühnenerfahrung anzumerken. Teils mit geschlossenen Augen entlockte Strüby seinem Instrument finessenreiche Details, welche die Spannung erhöhten. Spannend war auch Bassist Arne Huber, der so mystische Songs wie «Delaware » oder «Pearl» komponiert hat. Hubers Mimik unterstrich fast lautmalerisch sein Gezupfe am Bass, mit welchem er in einem dumpfen Dialog mit dem Publikum und seinen beiden Mitstreitern trat. Zudem konnte der superbe Saxofonist Lüthi für seine Solis Szenenapplaus sammeln, so etwa bei der Ballade «April». Zwischen die eigenen Stücke streute «Biwak» die beiden Standards «The More I See You» und «Everything I Love». Zum Abschluss gab es das mitreissend-mystische Klangwunder «Pharos» auf die Ohren.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.03.2013

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schwyzkultur.ch/QFRfUL