Rusconi sind Stefan Rusconi (Piano), Fabian Gisler (Bass) und Claudio Strüby (Schlagzeug). Das Trio hat eine Live-CD mit sechs Songs veröffentlicht. Im Mai spielt die Band im «Gaswerk» in Seewen. Bild Benjakon
Rusconi sind Stefan Rusconi (Piano), Fabian Gisler (Bass) und Claudio Strüby (Schlagzeug). Das Trio hat eine Live-CD mit sechs Songs veröffentlicht. Im Mai spielt die Band im «Gaswerk» in Seewen. Bild Benjakon

Musik

Rusconi mit Live-CD

Das Jazztrio Rusconi mit Schlagzeuger Claudio Strüby veröffentlicht eine Live-CD – mit dem britischen Gitarristen Fred Frith.

Mit Claudio Strüby sprach Nicole Auf der Maur

Wie ist es zur Zusammenarbeit zwischen Fred Frith und Rusconi gekommen?

Wir hatten uns 2012 für ein paar Wochen im Musikerwohnhaus in Basel eingenistet, um dort unser Album «Revolution» aufzunehmen. Fred – alsDozent in Basel – war dort in einer der Gästewohnungen einquartiert, und irgendwann haben wir bei ihm geklingelt. Kurz danach stand ermit seinem ganzen Krempel im Aufnahmeraum, und wir haben «Alice in the Sky» aufgenommen. Da dies auf Anhieb gut funktionierte, haben wir später in kurzer Zeit ein ganzes Programm einstudiert. Er ist unglaublich schnell im Verstehen und agiert intuitiv zugleich, das hat mich sehr beeindruckt.

Haben Sie die Konzerte bewusst für die Albumproduktion «Rusconi + Fred Frith» aufgenommen?

Wir sind immer mit einem Tontechniker auf Tour, der den herausfordernden Auftrag hat, das Konzert zu mischen und gleichzeitig auch aufzunehmen. Wir wollten schon lange eine Live-Platte rausgeben, und die speziellen Konzerte mit Fred waren ein guter Grund, diesen Traum zu realisieren. Er hat unser Trio musikalisch stark beeinflusst, daher haben wir als digitales Bonusmaterial sowohl Stücke im Trio draufgepackt als auch ein Peter-Gabriel-Cover mit der grossartigen britischen Sängerin Norma Winstone.

Wie ist es für Sie, sich selber live zu hören?

Ich höre die eigenen Platten vor allem während des Produktionsprozesses an, wenn es darum geht, Stücke auszuwählen, oder um die Abmischung oder Testpressungen. Nach Abschluss dieses Prozesses wende ich mich dann wieder anderer Musik zu und lasse mich davon für nächste Aufnahmen inspirieren. Daher gehe ich gerne an Live-Konzerte anderer Musiker.

Wie empfinden Sie den Unterschied zwischen live aufnehmen oder im Studio?

Die Aufnahmesituation im Studio hat etwas Abstraktes. Man steht früh morgens in einem nüchternen Raum, man stimmt das Instrument, man trägt Kopfhörer, und man muss sich ein Publikum erahnen, welches irgendwann mal diese Aufnahme hören wird. Die Band ist die einzige Instanz, welche entscheidet. Bei einem Live-Mitschnitt kommt als wichtige Instanz das Publikum vor Ort dazu. In guten Konzerten werde ich vom Publikum getragen, und gerade mit Rusconi haben wir gelernt, dies auch zu geniessen. Das sind dann die Momente, wobei wir mühelos über uns selbst hinauswachsen können.

Was sind die Pläne für dieses Jahr?

Wir sind bald auf unserer Frühlingstournee durch Deutschland, Italien, Österreich und die Schweiz. Da darf ein Konzert im Talkessel nicht fehlen. Diesmal spielen wir im«Gaswerk» in Seewen, und nach dem Konzert werden die Jungs von Echo 106 ein DJ-Sethinlegen, das sich gewaschen hat.

Bote der Urschweiz (Nicole Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

27.01.2016

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schwyzkultur.ch/12f1RC