Eine faszinierende Geräuschkomposition: Stefan Keller spielte variantenreich auf der Tabla, vermischt mit elektronisch wiedergegebenen Klängen. Bild Ruth Auf der Maur
Eine faszinierende Geräuschkomposition: Stefan Keller spielte variantenreich auf der Tabla, vermischt mit elektronisch wiedergegebenen Klängen. Bild Ruth Auf der Maur

Musik

Trommelklänge neu umgesetzt

Im «Eden»-Saal überzeugte der Musiker und Komponist Stefan Keller auf der Tabla.

Die Tabla, ein Schlaginstrument aus der nordindischen Musik, besteht aus zwei eher kleinen Kesseltrommeln. Fasziniert hat Stefan Keller vor allem das Klangspektrum, welches man auf der Tabla erzeugen kann. In der europäischen Musik gebe es keine vergleichbare Trommel, auf der eine solche Vielfalt von Klängen möglich sei. Nach dem Erlernen der Tabla bei einem indischen Lehrer hatte der Musiker (ausgebildeter Oboist und Pianist) die Idee, etwas Neuartiges für dieses Instrument zu komponieren. Zusammen mit Gary Berger an der Klangregie führte er am Samstagabend sein Werk «Phoenix für Tabla und Live-Elektronik » im «Eden» auf.

Vielfalt der Klänge und Geräusche faszinierte

Die Zuschauer tauchten in eine spezielle Klangwelt ein. Neben den Trommelklängen hörte man z. B. Wasser in verschiedenen Formen, Metall, zerbrechendes Glas, motorenähnliche Geräusche, Tiergetrampel und vieles mehr. Diese Töne nebeneinander, übereinander oder auch allein, schnell oder langsam, laut oder leise, zu hören, war ein faszinierendes Klangerlebnis. Nach dem ersten Stück erklärte Stefan Keller das Zusammenspiel der Geräusche. Die elektronischen Klänge werden mittels Computerprogramm wiedergegeben, welches auf die Intensität und die Klangart seiner Trommelschläge sehr genau reagiert. Dadurch entstehen die Geräusche, welche sein Mitmusiker Gary Berger noch passend mischt.

Komposition für Singstimme und Klavier wird auch aufgeführt

Im Rahmen seines Aufenthaltes in der Villa Schoeck hat Stefan Keller einen Auftrag für eine Komposition erhalten (der «Bote» berichtete). Möglich machte dies die Stiftung Platz der Auslandschweizer mit weiteren Gönnerorganisationen. Wiederum im «Eden»-Saal werden darum am Sonntag, 17. September, Lydia Opilik (Sopran) und Anna Bertogna (Klavier) Stefan Kellers Auftragswerk uraufführen.

Bote der Urschweiz (Ruth Auf der Maur)

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.09.2017

Webcode

schwyzkultur.ch/bJcPEX