Die Musikgesellschaft Brunnen: Das Unterhaltungskonzert war mit viel Witz gespickt. Bild Jsabella Theiler
Die Musikgesellschaft Brunnen: Das Unterhaltungskonzert war mit viel Witz gespickt. Bild Jsabella Theiler

Musik

Unterhaltungskonzert mit viel Witz

Vom musikalischen Schrecken bis hin zu darstellerischer Komik, so präsentierte sich am Samstagabend das Unterhaltungskonzert der Musikgesellschaft Brunnen. Die Jugendmusik Brunnen mischte dabei mit einem «grünen», klangvoll versierten Farbtupfer bei. Das grosse Publikum war mit Aug’ und Ohr gebannt.

Unter dem Motto «Musik mit Witz» brachte die Musikgesellschaft Brunnen unter der Leitung von Dirigent Michael Schlüssel ein einzigartiges, hervorragend aufgeführtes musikalisches Schauspiel auf die Bühne der Aula in Brunnen. Flankiert von einer grossen Leinwand mit Power-Point-Präsentation und schauspielerischen Einsätzen der Musiker und Technik, erhielt die Aufführung einen multimedialen Touch.

Godzilla lebt

Mit «Be a Clown» begann das Konzertprogramm, und das Orchester führte das Publikum in die Welt der Clowns ein. Dirigent Michael Schlüssel erläuterte, dass sie immer schon einmal etwas mit Komik als Konzertprogramm machen wollten und das Ganze sich langsam zu einem Werk mit schönsten Melodien aus Filmen der Broadwayklassiker entwickelte. Mit der professionellen Moderation von Zälli Beeler wurde der filmreife Auftritt des Monsters Godzilla angekündigt, das die Stadt Las Vegas musikalisch dem Erdboden gleichmacht. Instrumental unterstrichen, vernichtete aber eine Formation von Elvissen das Ungeheuer, und das Orchester prostete sich mit Gläsern und Partyschlangen zu. In «The Typewriter» wurde die neuzeitliche Version mit Zälli Beeler am Computer vorgeführt, der mit digitaler Soundtechnik in das Stück hineintippte.

Jugendmusik vom Feinsten

Der Auftritt der Jugendmusik Brunnen begann mit dem selbst gewählten Stück «Centuria» (James Swearingen). Eine von Dirigent Bernd Pfeiffer professionell geführte, rassige, gehaltvolle Ouvertüre für Bands, mit welchem sie am diesjährigen Schweizerischen Jugendmusikfest am 16. Juni auftreten werden. Dazu gehört auch ein zweites Aufgabenstück, «Pieces of Eight» (Larry Clark), das nicht minder beeindruckte. Mit «The Muppet Show Theme» rief das Orchester den witzigen, über 50 Jahre alten Frosch Kermit in Erinnerung.Als abschliessender gemeinsamer Höhepunkt spielten die jungen, begabten Musiker zusammen mit der Musikgesellschaft aus der französischen Filmkomödie von Louis de Funès «Le Gendarme de Saint-Tropez». Mit Saxofon-Solist Arion Daggers in «Yakety Sax» wurde ein musikalisch gelungenes Titelthema aus der «Benny Hill Show» blastechnisch sauber gespielt und begeisterte das Publikum.

Hommage an Charlie Chaplin

Man sah Charlie Chaplin nicht nur auf der Leinwand, man konnte ihn in der Aula fühlen, als das Orchester zur ersten Melodie aufspielte. Mit verschiedener, gut ausgewählter Filmmusik wurde man in seine unvergleichliche schauspielerische, komödiantische Welt zurückgeführt. Vizedirigent Christian Oechslin führte mit «Send in the Clowns» in die kleine Nachtmusik über, bevor man das Highlight des Konzertabends erreichte. Ein fulminanter Sekundenauftritt von «Merrily we roll along», basierend auf «Good Night, Ladies», welches weltweite Berühmtheit erlangte und Generationen von Komponisten beeinflusste und den Brunnern Dirigenten mit schönen Blumensträussen verdankt wurde. Der Abschluss dieses humorvoll gelungenen Jahreskonzertabends bildete «Don Quixote», was von den Zuhörern mit grossem Applaus honoriert wurde.

Dorfprominenz mit Soloauftritt

Ein besonderer Leckerbissen war der gemeinsame Auftritt des Gemeindepräsidenten Albert Auf der Maur am Mixer, des Nüsslervaters Toni Zeberg am Staubsauger und der Präsidentin von Kultur Brunnen, Sylvia Schranz, am Föhn. Das Musikstück «The Homeowner’s Guide to Making Music», sogenannte Heimmacher-Musik, erforderte von den drei Persönlichkeiten höchste Konzentration beim Ein- und Ausschalten dieser Geräuschkulissen. Eine einfallsreiche Zwischenkomödie für das sehr amüsierte Publikum.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

18.03.2013

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schwyzkultur.ch/vGJWNW