Grosse Nachwuchshoffnung – die Ländlerformation Uufwind mit Aron und Simon Lötscher aus Brunnen und Florian Schuler aus Rothenthurm. Bild Nicole Auf der Maur
Grosse Nachwuchshoffnung – die Ländlerformation Uufwind mit Aron und Simon Lötscher aus Brunnen und Florian Schuler aus Rothenthurm. Bild Nicole Auf der Maur

Musik

«Zu wenige Beizen bieten Ländler»

Die Ländlerformation Uufwind ist im Aufwind. Die drei jungen Musikanten haben das «Goldene Örgeli» gewonnen und sind überall gefragt.

Mit dem Trio sprach Nicole Auf der Maur:Wann haben Sie zum ersten Mal einen Ländler gehört?

Florian Schuler: Vermutlich schonals Einjähriger, damein Vater Musik macht.

Aron Lötscher: Ich bin auch schon früh mit Ländlermusik in Berührung gekommen. Mein Vater ist in einem Jodlerklub, und da gehört Ländler auch immer dazu, ob auf einerCDoder am Jodlerabend. Die Schweizer Traditionen standen uns immer schon nah.

Simone Lötscher: Ich habe mich lange nicht für die Ländlermusik interessiert. Ich bin mehr durch Aron reingerutscht. Ich habe Klavier gelernt, während Aron in den Schwyzerörgeli-Unterricht ging. Ich wollte ihn einfach mal auf dem Klavier begleiten, und so habe ich zur Ländlermusik gefunden.

Was fasziniert Sie?

Simone: Es braucht nicht viel, ummiteinander zu spielen.

Aron: Das Faszinierende ist zum einen das Instrument, das Schwyzerörgeli. Dieses Instrument ist sehr vielseitig, variantenreich. Zum anderen faszinieren mich die Auftritte selber. Man kann den Menschen Freude bereiten und einen Abend gestalten mit dieser Musik – ohne grosse Hilfsmittel. Es kommt auch immer sehr viel zurück vom Publikum. Das ist schön. Man freut sich dann schon wieder auf den nächsten Auftritt. Es gibt viele Musiker, die Schwyzerörgeli spielen und nie einen Auftritt haben, das ist demotivierend. Die Freude des Publikums ist ein Motivationsschub zum Üben.

Apropos üben: Aron Lötscher und Florian Schuler, wann haben Sie mit dem Schwyzerörgelen begonnen?

Florian: Mit 10 Jahren.

Aron: Mit 9 Jahren.

Wie entstand das Trio Uufwind?

Aron: Ich war an der Steiner Chilbi, an der Jungmusikanten-Stubete 2013. Dort hatte man die Möglichkeit, mit seinen Vorbildern zu «musigen». Da ging man von Restaurant zu Restaurant, um zu spielen. Im letzten Restaurant kam der Vater von Florian auf mich zu und hat mich gefragt, ob wir nicht mal zusammen spielen möchten. Aus einer Probe wurden dann mehrere.

Und Sie haben sich vorher gar nicht gekannt?

Florian: Nein. Wir sind an der Steiner Chilbi zusammengekommen.

Aron: Zuerst haben wir nur zu zweit geprobt. Als dann eine Anfrage für einenAuftritt kam, haben wir Simone als Begleitung angefragt. Sie war schon vorher mit mir in einer Ländlerformation unterwegs und in der Ländlermusik mittlerweile richtig heimisch.

Wieso der Name Uufwind?

Simone: Wir wollten etwas Spezielles, das für frischen Wind und lüpfige Musik steht. Wir wollten einen Namen, welcher der Stimmung schon von selber Aufwind gibt.

Sie haben im Juni am Nachwuchswettbewerb des Ländlerzmorge von Radio Central das «Goldene Örgeli» gewonnen. Was bedeutet dieser Preis für Sie?

Aron: Man wird als Formation etwas anders angeschaut. Gerade kürzlich bei einem Auftritt hat der Veranstalter dies zwei, drei Mal erwähnt, dass wir diese Auszeichnung gewonnen haben. Da haben sicher einige die Ohren etwas besser gespitzt. Es ist eine der höheren Auszeichnungen im Ländlerbereich für eine Jungformation.

Simone: Ich habe das Gefühl, dass die Menschen diese Auszeichnung wie ein Label betrachten. Man hat etwas mehr Aufmerksamkeit.

Hat die Nachfrage nach Uufwind zugenommen?

Simone: Ziemlich. Aron: Die Reichweite hat sich verändert. Vorher haben wir mehr im Talkessel gespielt. Heute kommen schon Anfragen aus der ganzen Schweiz. Wir sind über den Talkessel hinaus bekannter geworden. Wir haben jedoch nicht jedes Wochenende ein Konzert, schliesslich hat es viele Ländlerformationen, die einen Auftritt möchten.Es ist nicht immer einfach, an Auftritte zu kommen.

Wie sieht Ihr Publikum aus?Kommen zu einem Auftritt einer jungen Formation eher junge Menschen?

Florian: Es kommt ganz auf den Anlass an. In einem Festzelt trifft man fast ausschliesslich junges Publikum an. In einer Beiz ist eher die ältere Generation zugegen.

Aron: Wir wollen ja nicht nur die jungen Menschen erreichen. Wir wollen so viele Menschen wie möglich erreichen – ob jung oder alt. Eine Mischung finde ich schön.

Haben Sie auch Fans, die regelmässig an Ihre Konzerte kommen?

Aron: In Brunnen haben wi

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

23.09.2015

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schwyzkultur.ch/Tk5CnA