Volksmusiker und Schwyzer Verbandspräsident: Ralph Janser freut sich, wenn er die Leitung des Dachverbands übernehmen darf. Bild: PD
Volksmusiker und Schwyzer Verbandspräsident: Ralph Janser freut sich, wenn er die Leitung des Dachverbands übernehmen darf. Bild: PD

Musik

Ralph Janser als Volksmusik-Präsident portiert

Der Brunner Pianist wird künftig den grossen Dachverband leiten.

Seit zwei Jahren ist er als Präsident des VSV Kanton Schwyz tätig und seit einem Jahr Regionalvertreter der Zentralschweiz im Dachverband und damit auch Mitglied im Zentralvorstand. Und nun geht es noch eine Treppenstufe höher. Der 66-jährige Ralph Janser, Brunnen, ist als neuer Präsident des Verbands Schweizer Volksmusik (VSV) vorgeschlagen worden. Die Nomination erfolgte durch den Zentralvorstand einstimmig, die Bestätigung wird durch die Delegiertenversammlung vom nächsten Frühjahr vorgenommen. Es dürfte eine Formsache sein. Ralph Janser wird in dieser Funktion die bisherige Präsidentin und ehemalige Nationalrätin Ursula Haller, Thun, ersetzen. Der neue Präsident Janser übrigens ist nicht der erste Schwyzer an der Spitze des grossen Verbands. In bester Erinnerung ist noch Peter Fässler aus Arth, welcher am Aufbau des VSV massgeblich beteiligt gewesen ist.

Sitz des Verbands künftig in Brunnen


Der designierte Präsident Ralph Janser wird einen kurzen Weg zur VSV-Geschäftsstelle haben, die sich im Haus der Volksmusik in Altdorf befindet. Geschäftsführer ist Markus Brülisauer, Siebnen. Mit der Wahl von Janser wird zudem der Sitz des Verbands nach Brunnen verlegt. Der VSV ist über 21 Regional- und Kantonalverbände organisiert. Insgesamt gehören ihm rund 9000 Mitglieder an. Der VSV gibt sechsmal jährlich eine Verbandszeitschrift heraus. Grosse Bedeutung hat der Dachverband als Trägerschaft des Eidgenössischen Volksmusikfestes. Dass für die Nachfolge der Vorschlag auf Ralph Janser gefallen ist, hat gute Gründe. Er bringt ausgesprochen breite Kenntnisse mit. Vor seiner Frühpensionierung hat er als Analytiker und Projektleiter auf dem Amt für Wirtschaft und Arbeit in Aarau gearbeitet. Er war und ist als Erwachsenenbildner tätig, spricht die drei grossen Landessprachen, Englisch und sogar etwas Russisch. Janser stammt aus einer Hotelier- und Gastro-Familie, bezeichnet aber die Sommermonate, die er während seiner Schulzeit auf einer Alp auf dem Stoos verbracht hat, als die schönsten Erlebnisse in seinem Leben. Janser ist also bodenständig und sehr breit aufgestellt. Er hat zudem viele Verwandte im Muotatal, die aktiv musizieren. Seit vierzig Jahren ist er selber als Klavierbegleiter und Pianist unterwegs. Vor allem die Schilliger- und Grob-Kompositionen haben es ihm angetan, oder dann die Appenzeller-Musik.

Tradition und Moderne


Aber ganz klar steht er auch hinter der Strategie des VSV, dass man sich sowohl für traditionelle als auch für «neue Töne» einsetzt. Der künftige Präsident ist seit vier Jahren festes Mitglied im Ensemble des Stadtkellers Luzern, wo er auch die Moderation besorgt. Aktiv spielt Ralph Janser in der Kapelle Joe Wiget/Bruno Inderbitzin mit, in der Ländlerkapelle Edy Wallimann/Kurt Murer und im Handorgel-Duo Müller/Schärli sowie früher auch in den Formationen Sepp Nussbaumer, Gisler/Laimbacher oder Betschart/Schuler. Neben Klavier spielt Janser auch Alphorn und Hackbrett. Als Pianist verfügt Ralph Janser über eine klassische Ausbildung. Ausserdem war er schon mehrfach am Schweizer Fernsehen zu sehen und amtete auch Juror für den «Prix Walo».

Bote der Urschweiz / Josias Clavadetscher

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Musik

Publiziert am

04.11.2021

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www.schwyzkultur.ch/jdVyY5