Hohe Konstanz im Vorstand: Aktuar Matthias Schnüriger (von links), Präsidentin Sylvia Schranz-Kessel, Vizepräsidentin Verena Tonazzi-Dettling und Kassier Christian Zehnder. Bild Josias Clavadetscher
Hohe Konstanz im Vorstand: Aktuar Matthias Schnüriger (von links), Präsidentin Sylvia Schranz-Kessel, Vizepräsidentin Verena Tonazzi-Dettling und Kassier Christian Zehnder. Bild Josias Clavadetscher

Dies & Das

«Spettacolo» kostet 250000 Franken

Der Verein Kultur Brunnen gibt nach dem zweijährigen Corona-Dämpfer wieder Vollgas.

Nach zwei Jahren mit Absagen, Programmänderungen, Verschiebungen, Verzicht und Umplanung ist es offensichtlich: Der «Hunger» nach kulturellen und gesellschaftlichen Veranstaltungen ist gross, sehr gross. Die letzten zwei Generalversammlungen von Kultur Brunnen mussten abgesagt oder virtuell durchgeführt werden. Jetzt wurde die GV vollständig überrannt. Es herrschte Grossandrang. Ebenso haben die seit 2020 nur auf Sparflamme möglichen Aktivitäten wieder volle Fahrt aufgenommen. In den ersten drei Monaten ohne Corona- Massnahmen stehen sechs Anlässe auf dem Programm. Die Anmeldungen dazu laufen bestens, Reservationen werden aufgrund der Nachfrage sehr empfohlen. Wie Präsidentin Sylvia Schranz aufzählte, stehen auf der Veranstaltungsliste noch die Kabarett-Tour, das Gastspiel von Tony Ettlin, der Vortrag über «800 Jahre Brunnen», der bereits 15. Poetry-Slam und das Konzert von Böschmidig. Für das zweite Halbjahr sind zudem eine Lesereihe vorgesehen, ein Kinderanlass, kleinere Veranstaltungen sowie der Anlass «Rhythm and Food».

«Spettacolo» mit einigen Best-ofs


Mit grosser Vorfreude wird am Wochenende vom 19. bis 21. August das Strassenkünstlerfestival «Spettacolo» erwartet, das nach zweimaliger Verschiebung nun als Grossanlass wieder durchgeführt werden kann. Es ist das einzige Festival dieser Art in der Zentralschweiz. Wie OK-Präsident David Clavadetscher mit Begeisterung schilderte, werde man «10 Jahre Spettacolo » und gleichzeitig die fünfte Ausgabe dementsprechend feiern. Das bewährte Konzept wird zwar beibehalten, aber es werden einige Best-ofs aus den letzten Durchführungen zu sehen sein. Gesamthaft stehen rund 25 Gruppen, Solisten und Attraktionen aus der ganzen Welt auf dem Programm. Das «Spettacolo» bedeutet aber auch einen grossen finanziellen Aufwand. Das Budget erreicht inzwischen die Grössenordnung von einer Viertelmillion Franken. Vor allem die Bauten und die Unterkünfte fallen schwer ins Gewicht. Gagen werden bekanntlich keine ausgerichtet, die Strassenkünstler werden über das «Hutgeld» finanziert. Dieser finanzielle Kraftakt hat auch zur Folge, dass sich Kultur Brunnen entsprechende Reserven anlegen musste. Für die beiden Grossanlässe «Spettacolo» und «Brunnen kocht» liegen 145000 Franken als Sicherheit auf dem Konto, um Wetterrisiken und unerwartete Ausfälle abdecken zu können, wie Kassier Christian Zehnder erläuterte. Möglich ist die Finanzierung aber auch so nur dank grosser Sponsoring-Unterstützung und vielen freiwilligen Helfern. Die übrigen Anlässe von 2021 haben 45000 Franken Kosten verursacht. Sie wurden durch die Mitgliederbeiträge, Eintritte und den Gemeindebeitrag von 20000 Franken gemäss Leistungsvereinbarung gedeckt. Der Reingewinn betrug 955 Franken.

Vorstand um einen Sitz erweitert


Der Elan nach dem Corona-Dämpfer ist auch im Vorstand zu spüren. Niemand dachte an Rücktritt. Adi Müller, Matthias Schnüriger und Marcel Räber sind wiederum bestätigt worden. Neu in den Vorstand gewählt wurde Claudia Fluck. Als Revisorin erneut bestätigt wurde Carla Truttmann, für die zurücktretende Martina Joller ist neu Claudia Nussbaumer gewählt worden. Der Verein zählt aktuell um die 700 Mitglieder. Im letzten Vereinsjahr sind 23 neue Kulturfreunde dazugekommen.

Linda Elsener: «Abgmacht isch abgmacht»


Die Generalversammlung war zugleich auch ein Konzertanlass. Die einheimische Sängerin Linda Elsener trat auf und begeisterte, begleitet auf ihrer Akustikgitarre, mit Covers und vor allem auch mit eigenen Songs wie «I′m sorry» oder «Strong». Elsener erklärte, dass sie sich «mega gefreut» habe auf dieses Konzert, das schon für die GV 2020 vereinbart gewesen sei, aber zweimal verschoben werden musste. «Abgmacht isch abgmacht», begründete Elsener ihren Auftritt, obwohl sie inzwischen als Finalistin in der grossen TV-Show «Voice of Germany» Auftritte in ganz anderen Sphären gewohnt ist.

Bote der Urschweiz / Josias Clavadetscher

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Dies & Das

Publiziert am

14.03.2022

Webcode

www.schwyzkultur.ch/ZhE1hJ