Gucki Schnüffelloch & Co: Das Duo überzeugte einmal mehr mit den hervorragend gemalten Bildern. (Bild Nadia von Euw)
Gucki Schnüffelloch & Co: Das Duo überzeugte einmal mehr mit den hervorragend gemalten Bildern. (Bild Nadia von Euw)

Volkskultur

Bänkli-Abig lockte 900 Besucher

Acht Schnitzelbank Formationen liessen Pleiten, aber auch erfreuliche Ereignisse auf humorvolle Art und Weise Revue passieren. Der Brunner Bänkli-Abig war am Samstagabend erneut ausverkauft.

Der Bänkli-Abig in Brunnen war wiederum ein Erfolg. Die zehn beteiligten Speiselokale waren einmal mehr bis auf den letzten Platz ausgebucht – das bereits seit Wochen. Insgesamt lauschten rund 900 Zuhörer den verschiedenen Schnitzelbänken. Der grösste Saal im Hotel Waldstätterhof fasste 190 Personen. In der «Kleinstadt», in der kleinsten der teilnehmenden Beizen, fanden rund 40 Schaulustige ein Plätzchen.

Vergangenes Jahr aufgewühlt

Während gut fünf Stunden zirkulierten die acht Schnitzelbank-Gruppen zwischen den Lokalen in Ingenbohl und Brunnen. Dabei präsentierten sie einen träfen Spruch nach dem anderen, und die Zuschauer wurden während dem Abendessen nochmals daran erinnert, was im letzten Jahr alles passiert ist. Viele der vorgetragenen Reime waren regionalen oder lokalen Ursprungs. Die Brunner Dorfgestaltung und die neue Biogasanlage wurden beinahe von allen Gruppen erwähnt. Zudem war Bischof Huonder mit seinem kirchlichen Fasnachtsverbot hoch im Kurs. Aber auch nationale und internationale Pleiten kamen nicht zu kurz. Das Minarettverbot und die Schweinegrippe geben den Leuten anscheinend immer noch zu denken. Aber auch über Tiger Woods mit seiner zweideutigen Stärke zum Einlochen wurde mehrmals berichtet.

Mehrsprachigkeit nimmt zu

Der etablierte Brunner Fasnachtsanlass gewinnt allgemein an internationalem Flair. Das Central-Bänkli übersetzte eine Strophe ins Französische, sodass auch der Brunner Père de tous les Noisettes (Nüsslervater) folgen konnte. Berlusconi zuliebe brachte «s Chlepfschiit» einen Spruch in gebrochenem Italienisch.

Premiere und Verzicht

Erstmals am Brunner Bänkli-Abig mit dabei war das «Echo vom Gmeindsparkplatz». Es machte seinem Namen alle Ehre und nahm hauptsächlich den Gemeinderat mit seinen Taten und Beschlüssen auf die Schippe. Dafür mussten die Zuhörer auf die zur Tradition gewordenen Einzelnummer «Dä Virus» und Trio «Drüangel» verzichten.



Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

15.02.2010

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www.schwyzkultur.ch/yDMjiw