Das strahlende Brunner Bartlipaar 2011: Peter und Bozena Leder, Gastwirte im Restaurant Weisses Rössli im «Schiltenüüni » und damit mitten im kommenden Fasnachtsgeschehen im Dorfzentrum. (Bild Bartligesellschaft)
Das strahlende Brunner Bartlipaar 2011: Peter und Bozena Leder, Gastwirte im Restaurant Weisses Rössli im «Schiltenüüni » und damit mitten im kommenden Fasnachtsgeschehen im Dorfzentrum. (Bild Bartligesellschaft)

Volkskultur

Peter Leder ist Bartlivater 2011

Das haben nur wenige erraten: Das neue Brunner Bartlipaar heisst Peter und Bozena Leder, die Gastwirte vom «Weissen Rössli». Weiter hat die Bartligesellschaft erst zum dritten Mal in ihrer Geschichte ein Ehrenmitglied ernannt: Josias Clavadetscher wurde für seine Fasnachtsleistungen ausgezeichnet.

Das Publikum wurde an der 111. Hauptversammlung der Bartligesellschaft nochmals tüchtig auf die Folter gespannt – mit einem Fragespiel, einem verpixelten Puzzle auf der Leinwand, das sich immer mehr aufklarte, und schliesslich ein Jugendfoto, das auch nicht weiterhalf. Erst findige Rater haben dann den richtigen Tipp geschafft.

Das Amt des Brunner Bartlipaars übernehmen für dieses Jahr Peter und Bozena Leder, Restaurant und Hotel Weisses Rössli. Peter Leder kennt die Fasnacht von seinen Jugendjahren her imAargau, aber vor allem von denArbeitsjahren in Flums im maskenreichen Sarganserland. Ihm gehe es vor allem darum, mit diesem Amt die bestehende wertvolle Tradition und lokales Brauchtum zu unterstützen. Und dass es im «Rössli» auch immer wieder gemütlich und lustig zu- und hergehen kann, entspricht auch dem Bartli-Wahlspruch «Läbä und läbä lah». Peter und Bozena Leder freuen sich auf das ehrenvolle Amt und auf möglichst viel Fasnachtsbetrieb.

In der grossen Rätselaktion des Ausruferwagens wurden zwar den ganzen Tag hindurch viele Tipps abgegeben, teils sogar konzentriert auf einzelne Kandidaten. Richtige Tipps sind aber nur sechs eingegangen.

Übermorgen schon Sujetsitzung

Die Brunner Fasnächtler können sich nun mit Elan für die grossen Tage rüsten, angesichts der langen Fasnacht steht genügend Zeit für närrische Taten zur Verfügung. Bereits am Mittwoch, 12. Januar, wird die Sujetsitzung stattfinden (20.00 Uhr, Restaurant Stauffacher). Erste Themen sind bekannt: Die Brunner Fahnendekoration, das Zittern um die Urmibergbahn, der Salzmangel auf den Strassen, der Stöhnblock, die Platzsuche für den Circus Knie lassen sich bestens umsetzen. Bereits gemeldet sind zwanzig Umzugsnummern.

Erst das dritte Ehrenmitglied

Äusserst sparsam geht die Bartligesellschaft mit der Ehrenmitgliedschaft um. In ihrer 111-jährigen Geschichte gab es bisher erst drei Ehrenmitglieder: Armin Steidinger, Franz Arioli und nun seit diesemWochenende auch Josias Clavadetscher. Er gehörte 39 Jahre lang dem Bartlirat an, als versierter Schryber und Fasnachts- Allrounder. Er verfasste und inszenierte fünf Bartlispiele, leitete zwanzig Narenfäschter, war Mitbegründer und langjähriger Präsident der Vereinigten Fasnachtsgesellschaft, Mitbegründer des «Seeguslers», Mitinitiant des Fasnachsmärchts, hat «Strudeli und Strätteli» ins Leben gerufen, zahlreiche Fasnachts- Studienreisen organisiert und geleitet und war immer selber in legendären Einzelnummern im Umzug, mit kabarettistischen Beiträgen an den Versammlungen und als Schnitzelbänkler ein grandioser Fasnächtler sowie im Jubiläumsjahr 2000 auch Bartlivater. Bartlipräsident Willy Hüsler bezeichnete die Ehrenmitgliedschaft als «mehr als verdient», die Versammlung bestätigte dies mit lang anhaltenden Standing Ovations. Ebenfalls geehrt und mit dem Goldbartli ausgezeichnet wurde Robert Kistler, der elf Jahre im Vorstand mitgewirkt und verschiedenste Anlässe organisatorisch geleitet hat. Kistler war auch massgeblich an der Jubiläumsfasnacht 2000 engagiert und 2010 selber Bartlivater.



Weitere Infos

www.bartli-brunnen.ch

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

10.01.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/1hKwjT