S Chlepfschiit: seit Beginn dabei und ein Favorit von vielen. Bild Orlanda Senn
S Chlepfschiit: seit Beginn dabei und ein Favorit von vielen. Bild Orlanda Senn

Volkskultur

Spitzzüngiger Jahresrückblick

Bissige Schnitzelbänke, ästhetische «Helgen» und ausgefallene Kostüme, das ist der beliebte Bänkliabig.

Auf diesen Anlass hatte man sich schon lange gefreut. Je nach Lokal war der Brunner Bänkliabig seit Wochen oder gar Monaten ausverkauft. Etwa 1000 Gäste fanden Platz in den zehn Brunner Gastbetrieben, die zwischen den scharfen Versen ein feines Menü servierten. Derweil legten die auftretenden Gruppen einen Marathon hin, damit sie im Halbstundentakt das Lokal wechseln konnten. Den Bänkliabig gibts seit 2000, manche Gruppen sind seit Beginn dabei, einige setzen mal aus, neue kommen dazu. Heuer zum ersten Mal dabei waren «Diä AbsoLuutä», mit den Brunnerinnen Sabine Liniger und Mirjam Hunziker. Sie haben ihr Debut erfolgreich gemeistert und viel Applaus geerntet. Und das war nicht einfach, denn das Publikum war anspruchsvoll, die Qualität der meisten Bänkli war wirklich hoch. Wer bot den besten satirischen Jahresrückblick? Wie man die Brunner Enten richtig füttert, wurde gelernt, Beatrice Egli bekam auch verbal ihr Fett weg, und die Kois des Bartlivaters bekamen anscheinend Konfetti statt Trockenfutter. So wurde in den Restaurants gelacht, gefeiert und gesungen. Selten war ein fünfstündiger Anlass so kurzweilig wie der legendäre Brunner Bänkliabig.

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

03.03.2014

Webcode

schwyzkultur.ch/ZLjQhw