Stehchrägeler: Die neue Schnitzelbankgruppe aus Schwyz sorgte für mächtig Wirbel und Furore – mit eigenwilliger Musik und interaktiven «Helgen». Bilder Christian Ballat
Stehchrägeler: Die neue Schnitzelbankgruppe aus Schwyz sorgte für mächtig Wirbel und Furore – mit eigenwilliger Musik und interaktiven «Helgen». Bilder Christian Ballat

Volkskultur

Wetter, Bauerei und der FC Ingenbohl

«Pfeift der Wind den Mädels unter den Röcken, so ist der Horat am Wetterschmöcken»: Wie die Gerüchteküche wählten viele am ausverkauften Bänkliabig das Wetter zu einem ihrer Themen. Aber auch die offenen Baustellen im ganzen Dorf und der Knatsch zwischen den zwei Fussballclubs sorgten für viel Spass.

Für eine positive Überraschung und Begeisterung sorgten Schwyzer: Die Stehchrägeler, die sich erstmals an den Bänkliabig wagten, zogen das Publikum in ihren Bann. Die fröhliche Gruppe um Gilbert Kammermann hatte nicht nur träfe Sprüche und eine für diesen Abend neue, bluesige Melodie im Gepäck, sondern auch interaktive «Helgen». Da wurde ein Fragezeichen kurzerhand in ein Gesicht verwandelt und gezeigt, was Menschen unter der aufklappbaren Schädeldecke verbergen. Eine weitere Neuerung waren die Auftritte in der Aula als Ersatz-Veranstaltungsort für den «Waldstätter». Auch hier war die Stimmung, wie in den neun anderen Lokalen, den ganzen Abend über fröhlich und ausgelassen.

Fussball dankbares Sujet

Wer bei Skandalen um das runde Leder nur an Xamax oder Constantin denkt, konnte am Samstag erfahren, dass die «Skandale» räumlich viel näher liegen. Der Streit zwischen dem FC Brunnen und dem FC Ingenbohl beschäftigte praktisch alle Bänke. Die Drohung, dass nach der Errichtung von «Brunnen Nova» noch ein dritter Club innerhalb der Gemeinde dazukommen könnte, lag auch in der Luft. Ein dankbares Sujet waren dieWetter- Werbespots. Die Meinungen dazu waren durchaus kritisch. So meinte etwa Gucki Schnüffelloch: «Ganz ohni Horat und Hampeissi – ar Brunner Chilbi seichts, das weiss i.» S’Chlepfschiit hatte neben all den Themen, die den Abend belebten, auch ganz alltägliche Sorgen. So war er beim Optiker wegen einer neuen Brille. «Was Brille – du bruuchsch en Blindehund.» Seine fragende Antwort: «Was söll ich denn mit emne blinde Hund?»

Bote der Urschweiz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Brauchtum / Feste

Publiziert am

20.02.2012

Webcode

schwyzkultur.ch/rkdG4A