Caroline Brühlmann (links) und Janine Schranz hielten eine kurze Ansprache vor dem Ausstellungsraum. Bild: Jasmin Reichlin
Caroline Brühlmann (links) und Janine Schranz hielten eine kurze Ansprache vor dem Ausstellungsraum. Bild: Jasmin Reichlin

Kunst & Design

Zwei alte Telefonkabinen bieten jetzt Raum für Kunst

In den beiden Telefonkabinen am Bahnhof in Brunnen wird seit Samstag ausgestellt.

Telefonkabinen bekommt man heute nur noch selten zu Gesicht. Sie sind quasi in Vergessenheit geraten. Solche Kabinen standen auch am Bahnhof in Brunnen bis vor Kurzem leer. Doch damit ist nun Schluss. Der unbenutzte Raum dient jetzt unter dem Namen Kunstkabinen als Ausstellungsort für Kunstschaffende. Caroline Brühlmann aus Luzern hat das Projekt ins Leben gerufen und den Verein Kunstkabinen gegründet. Sie möchte damit Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen eine Ausstellungsplattformen bieten, die öffentlich zugänglich ist. Am letzten Samstag wurde die erste Vernissage der Kunstkabinen eröffnet. Auftakt macht dabei die Brunner Künstlerin und Fotografin Janine Schranz. Für ihre Ausstellung «Remembering a voice from afar» hat sie sich mit dem Ort und dessen früherer Funktion beschäftigt. «Früher bot nur eine Telefonkabine Platz für ein intimes Gespräch, heute ist das anders», erklärt sie. Der Aspekt des geringen Platzes war dabei auch für die erfahrene Künstlerin eine Herausforderung: «Ich habe noch nie in einem solch kleinen Raum ausgestellt», lacht Schranz. Sie finde es jedoch wichtig, dass auch solche «Nicht-Orte», wie sie sie beschreibt, Raum für Kunst schaffen. Denn davon gebe es in der Region nämlich nur wenige. Ein Ferngespräch auf Papier gedruckt Das Kunstwerk zeigt abstrahierte Tonspuren eines Ferngesprächs zwischen ihr und Initiantin Caroline Brühlmann, welche in Reliefdruck übersetzt wurden. Aufgrund der sehr feinen Spuren werfen die Betrachter einen genauen Blick auf das Werk.

Bote der Urschweiz / Janine Schranz

Autor

Bote der Urschweiz

Kategorie

  • Kunst & Design

Publiziert am

29.11.2021

Webcode

www.schwyzkultur.ch/Cc5Ffq