Die Mädchen und Knaben der 5. Klasse stellten das Ensemble und spielten bravourös.
Die Mädchen und Knaben der 5. Klasse stellten das Ensemble und spielten bravourös.
Die Familie mit Vater, Mutter, Tochter und Sohn genossen den Strand. Bilder Kurt Kassel
Die Familie mit Vater, Mutter, Tochter und Sohn genossen den Strand. Bilder Kurt Kassel

Bühne

Musical, das zum Denken anregt

Bereits zum zweiten Mal produzierte Lehrer Robert Hegner mit seinen Fünft-Klass-Schülerinnen und -Schülern ein Musical. Diesmal war es «Wär?», von Sarah Früh als Schulmusical geschrieben.

Die Story ist einfach erzählt, aber gleichzeitig auch aufrüttelnd. Streift sie doch ein weltweites Problem: die dritte Welt mit ihren grossen Problemen wie Hunger Kinderarbeitslosigkeit oder fehlende Familienanbindung. Eine Familie trifft die letzten Ferienvorbereitungen. Die Koffer werden gepackt, und die Tochter Ramona (Marina Kostic) ist sich nicht sicher, ob sie zehn oder noch mehr T-Shirts einpacken soll. Dazu werden die Lieder «Ferie» und «Wiit wäg» vom ganzen Ensemble gesungen.

Konfrontation

Nächste Szene: Die Familie mit Vater (Joel Leutwiler), Mutter (Priska Koch), Sohn Joel (Ricardo Dimitrijevic) und Tochter Ramona ist am Ferienziel in Bhisepati, einem fiktiven Badeort in der dritten Welt angekommen. Sie geniessen Sonne, Strand und gutes Essen in ihrem Hotel. Da werden Ramona und Joel, als sie am Strand vier Strassenkinder (Chantal Ruoss, Nadine Steiner, Lara Focone, Jannine Kunz) kennenlernen, erstmals in ihrem Leben mit dem Problem Hunger und Hoffnungslosigkeit konfrontiert. «Hunger», «Gfange i de Problem», «Strassechind» und «Offe si» sind die eingängigen Lieder in diesen Szenen. Eindrücklich der Dialog, wenn Joel den Kindern sagt: «Wenn ich euch wäre, würde ich halt etwas tun oder mein eigenes Business anfangen.» Die Antwort der Strassenkinder: «Können wir nicht, wir waren ja nie in der Schule». Darauf Ramona: «Das heisst, ihr habt überhaupt keine Chance? Wie sieht denn eure Zukunft aus?» Die Antwort der Strassenkinder: «Zukunft? Wir sind froh wenn wir den heutigen Tag überleben.»

In Zukunft bewusster leben

Die Begegnung mit der harten, bisher unbekannten Realität bewegt die beiden Kinder. Sie nehmen sich vor, in Zukunft bewusster zu leben und etwas für die Dritte Welt zu tun. Wieder zu Hause, erkennen sie, dass man gar nicht so weit gehen muss, um Hilfe zu leisten. Sie sehen, dass es auch bei uns Menschen gibt, die Hilfe brauchen. Die Eltern und Verwandten spendeten viel Applaus, den sich die Kinder durch ihr engagiertes Spiel mehr als verdient hatten.Die am Schluss erhobene Kollekte wird zur Hälfte der Stiftung «Ecuasur», einem Hilfsprojekt für Kinder in Ecuador, und zur anderen Hälfte der Klassenkasse überwiesen.



Heute Donnerstag um 19.30 Uhr wird das Musical im Magnusstübli hinter der Kirche in Buttikon noch ein letztes Mal gespielt

March-Anzeiger und Höfner Volksblatt

Autor

Höfner Volksblatt & March Anzeiger

Kategorie

  • Bühne

Publiziert am

31.03.2011

Webcode

schwyzkultur.ch/UKqu9W